UEFA verstärkt Anstrengungen gegen Rassismus08 März 2005

FARE-Netzwerk erhält bei Champions League Schlager Arsenal-Bayern Scheck über 400.000 €

Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um das Wiedererstarken rassistischer Tendenzen im europäischen Fußball, geht die UEFA daran seine Partnerschaft mit dem europaweiten FARE Netzwerk (Football Against Racism in Europe) zu erneuern.

Die UEFA übergibt FARE vor dem Anpfiff des morgigen Champions League Schlager Arsenal gegen FC Bayern München einen Scheck über 400.000 € und will damit die Wichtigkeit des Kampfes gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fußball unterstreichen.

UEFA Kommunikationsdirektor William Gaillard und David Dein, Vizepräsident von Arsenal FC überreicht den Scheck an drei FARE AktivistInnen, welche aus ethnische Minderheiten kommen, die in Europa besonders von Rassismus betroffen sind. Dies sind Valeriu Nicolae vom Europäischen Roma Informationsbüro in Brüssel, Mehrun Ahmed, eine muslimische Jugendarbeiterin aus Sheffield, und Ho Yee Cory Lam von der Bristol and Avon Chinese Women’s Group.

Die finanzielle Zuwendung der UEFA kommt nach einer Phase prominenter rassistischer Vorfälle, vor allem im spanischen Fußball, die in ganz Europa die Diskussion über geeignete Gegenmaßnahmen angefacht hat. Die Gelder werden unter anderem für die Unterstützung von Kampagnen und Bildungsprojekte in Süd- und Osteuropa eingesetzt.

Piara Powar, Direktor des FARE Partners Kick It Out in England, sagte heute:
“In den vergangenen Monaten haben wir gesehen wie entscheidend Aktionen gegen Rassismus sind die von der Basis ausgehen – gerade für die Zukunft des Fußballs“

”In einigen Teilen Europas wird das Problem ignoriert. Vor diesem Hintergrund ist die Unterstützung durch die UEFA wesentlich, damit die Botschaft klar und deutlich auf dem ganzen Kontinent gehört wird und wirkungsvolle Maßnahmen gesetzt werden.”

William Gaillard, UEFA Direktor für Kommunikation, sagte,
“Die UEFA toleriert keinen Rassismus in unserem Sport und wir werden nicht aufhören bis rassistische Einstellungen sowohl auf dem Spielfeld als auch im Stadion verschwunden sind“.

„Die UEFA teilt die Entrüstung, welche durch die jüngsten rassistischen Vorfälle im Fußball hervorgerufen wurde. Wir sehen die Notwendigkeit mit Jenen zusammenzuarbeiten, die über ein spezielles Wissen und ein Verständnis des Problems verfügen. Wir werden auch in Zukunft unsere Führungsrolle wahrnehmen und an die Vorrangigkeit des Problems im europäischen Fußball erinnern. Vieles muss noch geschehen, aber unsere Entschlossenheit ist klar.“