SK Brann erteilt Rassisten Stadionverbot10 Mai 2004

Der norwegische Verein SK Brann hat einer kleinen Fangruppierung, die einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit rassistischen Schmähungen überhäuften, einen Stadionverbot erteilt. Robbie Russell, Abwehrspieler beim norwegischen Erstligisten Sogndal IL, sah sich während des 3-1-Sieges seiner Mannschaft gegen den Ortsrivalen SK Brann am Sonntag, dem 9. Mai 2004 den rassistischen Beleidigungen einer kleinen Gruppe Brann-Fans ausgesetzt.

Wie der US-Nationalspieler sagte: „Ich habe Rassismus schon mal erlebt, aber so was noch nie. Eine Frau spuckte mir sogar ins Gesicht. Diese Fans haben mir die ganze Zeit rassistische Sprüche hinterher geschrieen. Nichts gibt ihnen das Recht, einem so was anzutun.“

Der norwegische Fußballverband (NFF) gab unverzüglich eine Erklärung heraus, in der alle Formen von Rassismus verurteilt wurden. Der NFF hat noch nicht entschieden, welche Maßnahmen er einleiten will. Generalsekretärin Karen Espelund lobte Brann jedoch für den schnellen Beschluss, die Fans mit einem Stadionverbot zu belegen. Die norwegischen Medien haben ihre Unterstützung für Russell kundgetan und die betroffenen Fans verurteilt.