Spieler von Olympique Marseille werfen Sankt Petersburg rassistischesVerhalten vor14 März 2008

Als Olympique Marseille am vergangenen Mittwoch ein UEFA-Cup-Spiel in St. Petersburg bestritt, wurden die drei schwarzen Spieler des Olympique Marseille Charles Kaboré, André Ayew und Ronald Zubar zur Zielscheibe rassistischer Anfeindungen durch Fans des FC Zenit St. Petersburg, als sie sich zum Spielfeldrand aufmachten, um sich dort aufzuwärmen.

„Es wurde eine Banane nach uns geworfen und gleichzeitig Affenlaute nachgeahmt“, berichtete Zubar am Ende der Begegnung […]. „Diese Zuschauer haben uns unverhohlen angesehen und dabei Affengeschrei imitiert. Aufgrund dieser Vorfälle hätten wir uns gewünscht, dass das Spiel unterbrochen worden wäre, um diese „Fans“ des Stadions zu verweisen.“

Am Tag nach dem Spiel leitete die UEFA eine Untersuchung ein. „Falls sich die Behauptungen als wahr herausstellen, wird sich die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA bei ihrem Treffen am Donnerstag, den 20. März, mit dem Vorfall beschäftigen“, erklärte die UEFA, bevor sie daran erinnerte, dass „Artikel 11b des UEFA-Disziplinarreglements verschiedene Sanktionen für Vereine vorsieht, deren Fans die Menschenwürde einer Person oder einer Gruppe von Personen verletzen, sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Rasse, ihrer Religion oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit.“

Der Staatssekretär für Jugend und Sport Bernard Laporte hat seinerseits ein Communiqué veröffentlicht, das „die UEFA auffordert, schwere und abschreckende Sanktionen gegen den FC Zenit St. Petersburg infolge des nach Angaben der Marseiller Spieler rassistischen Verhaltens der russischen Fans zu ergreifen.“ Bernard Laporte plant, sich mit Michel Platini zu treffen und „ihn bei dieser Gelegenheit zu bitten, größtmögliche Härte gegenüber europäischen Fussballklubs walten zu lassen (mittels Punktabzügen oder Heimspielsperren), deren Fans sich rassistischer Handlungen schuldig machen.“