Europäische Fußball-Community bereit für FARE Aktionswoche11 Oktober 2006

Auch dieses Jahr vereint die europaweite FARE Aktionswoche die größte Anzahl von einzelnen Antirassismusaktivitäten im Fußball. In genau einer Woche, am 17. und 18. Oktober, eröffnen Maßnahmen bei der UEFA Champions League die Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung des Netzwerks „Football Against Racism in Europe“ (FARE).

Vom 17. bis 30. Oktober werden mehr als Tausend Aktivitäten in 37 europäischen Ländern als Teil der 7. FARE Aktionswoche stattfinden. Der europäische Fußball wird mittels Aktionen zur Bewusstseinsförderung symbolisch gegen Rassismus und Diskriminierung auftreten und die Entschlossenheit des Fußballs bei der Bekämpfung dieser Übel verdeutlichen.

Fans und ethnische Minderheiten beteiligen sich
An der Ausschreibung haben sich 184 Gruppen mit ihren kreativen Ideen beteiligt und ihre schriftlichen Vorschläge für Aktionen eingereicht. Das FARE-Netzwerk kann die große Mehrzahl dieser Gruppen mit kleinen Beiträgen unterstützen. Insgesamt werden mehr als 50.000 € für Kleinprojekte an der Basis verwendet.

Das Spektrum dieser Aktivitäten hat sich dieses Jahr durch die Beteiligung neuer Gruppen in Ost- und Zentraleuropa, inklusive der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und am Balkan, vergrößert. Diese Initiativen werden von NGOs, Fans, Vereinen, nationalen Verbänden, ethnischen Minderheiten und MigrantInnen, Jugendgruppen und Schulen gesetzt. Zum ersten Mal beteiligen sich auch AktivistInnen in Israel an der Aktionswoche, um den Rassismus gegen Spieler mit arabischem und migrantischem Background zu bekämpfen.

Dieses Jahr ist das größere Engagement von Minderheitengruppen – wie etwa Roma-Vereine in Osteuropa – ein ermutigendes Zeichen. Die Einbindung von Fans nimmt ebenso zu, da immer mehr Fangruppen Aktionen planen und organisieren, die auf ihr unmittelbares Fanumfeld abgestimmt sind. Überdies sind Aktionen gegen Homophobie im Fußball geplant.

Piara Powar, der Direktor des englischen FARE-Partners Kick It Out sagte:

„Es handelt sich bei der Aktionswoche um einen einzigartigen Zusammenschluss aller Teile der Fußball-Community – von den Fangruppen, Migranten und ethnischen Minderheiten bis hin zu den größten Klubs. Die Aktionswoche liefert ein deutliches Statement für die Art von Fußball, für die wir eintreten: ein Fußball, der frei von Diskriminierung ist und der alle Menschen aktiv integriert.“

Erstmalige Beteiligung der Deutschen Fußball-Liga
Nach der erfolgreichen WM 2006 haben sich alle maßgeblichen Akteure im deutschen Fußball darauf geeinigt, während der FARE Aktionswoche aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit aufzutreten. Nicht nur alle professionellen Vereine – von der Bundesliga bis zu der Regionalliga – sind mit dabei, sondern auch bis zu einer Million Zuschauer und Fans in den Stadien, die von den Rängen aus symbolisch dem Rassismus die Rote Karte zeigen werden. Die Initiative der DFL gemeinsam mit dem DFB und der FARE Partnerorganisation Dem Ball egal könnte zur weltweit größten, klubübergreifenden Antirassismus-Choreographie im Fußball bislang werden.

In England und Wales werden sich wiederum alle 92 Profiklubs koordiniert dafür einsetzen, den Rassismus aus dem Fußball zu verbannen. Daneben wird es etwa 700 Community- und Vereinsevents geben.