FIFA wetzt die Zähne30 Juni 2005

Der Weltfußballverband FIFA hat sich die reglementarische Möglichkeit verschafft, um Mitgliedsverbände, die nach rassistischen Vorfällen nichts unternehmen, entsprechend zu sanktionieren. Die neueste Initiative, die die bestehenden FIFA-Bestimmungen zur Bekämpfung von Diskriminierung verschärft, wurde als Antwort auf eine Reihe von rassistischen Vorfällen bei internationalen Spielen während der abgelaufenen Saison verabschiedet.

In einer Presseerklärung erklärte die FIFA die neuen Regeln so: “Damit soll auch juristisch sichergestellt werden, dass die FIFA eine Handhabe gegen Mitgliedsverbände hat, die rassistische Vorfälle durch ihre disziplinarischen Instanzen nicht entsprechend den FIFA-Statuten und des FIFA-Disziplinarreglements sanktionieren.”

Im Jahre 2001 hat die FIFA eine Resolution gegen Diskriminierung erlassen. Zur Enttäuschung vieler Aktivisten jedoch hat sich diese nicht als ausreichende Motivation für die Mitgliedsverbände erwiesen, schärfere Maßnahmen zur Unterbindung rassistischer Vorfälle einzuleiten. Die neuen Bestimmungen sollen es der FIFA erlauben, eine ähnlich strenge Position einzunehmen wie die UEFA, die europäische Vereine und Verbände wegen rassistischer Ausbrüche bereits sanktioniert.

FIFA-Präsident Joseph S Blatter sagte: “Rassismus wird jetzt wie jeder andere Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarkodex behandelt.”