FIFA-Tag gegen Diskriminierung anlässlich der Halbfinale der Frauen-Weltmeisterschaft12 Juli 2011

Die Halbfinalpaarungen der Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland am Mittwoch, den 13. Juli 2011 dienen als Plattform für den 10. FIFA-Tag gegen Diskriminierung.

Anlässlich dieses jährlich stattfindenden Events wird die FIFA ein klares Statement bezüglich der geschlossenen Haltung des Fußballs gegen jede Form von Diskriminierung, sei es Rassismus, Homophobie oder Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion oder aus jeglichem anderen Grund an Millionen Menschen weltweit senden.

Frankreich tritt in der Halbfinalrunde in Mönchengladbach gegen die USA an, während Japan und Schweden sich in Frankfurt gegenüberstehen. Beide Spiele werden ganz im Zeichen des Kampfes gegen jede Form von sozialer Ungerechtigkeit stehen.
Vor dem Anpfiff werden die beiden Spielführerinnen bei jedem Halbfinale eine Erklärung verlesen, in der sie Spielerinnen und Spieler, Offizielle und Fans weltweit dazu aufrufen, sich gegen jegliche Art von Diskriminierung zu wenden, nicht nur im Fußball, sondern auch in allen anderen Teilen der Gesellschaft.

Zudem werden die Teams und die Spieloffiziellen gemeinsam mit einem Spruchband mit der unmissverständlichen Aufschrift „Nein zu Rassismus“ posieren.

FIFA-Präsident Sepp Blatter sagte, dass Fußball als ein Mittel genutzt werden sollte, allen Menschen zu vermitteln, wie wichtig Fairplay und Respekt sind.

„Als Spiegel der Gesellschaft bleibt auch der Fußball von Diskriminierung und Intoleranz leider nicht verschont,“ sagte Blatter.
„Es ist unsere Pflicht, allen Menschen und insbesondere der Jugend der Welt durch unseren Sport zu vermitteln, wie wichtig Fairness und Respekt sind. Diese Werte müssen aufrecht erhalten werden, auf und neben dem Platz.“

„Wir haben das Jahr 2011, und wir sind alle verantwortlich dafür, den Fußball zu schützen, indem wir jeder Form von Diskriminierung die Rote Karte zeigen.“

Der alljährliche FIFA-Tag gegen Diskriminierung bietet der Fußballfamilie eine einmalige Gelegenheit, zusammenzustehen und ein Zeichen gegen Diskriminierung aller Art in unserer Gesellschaft zu setzen. Der FIFA-Tag gegen Diskriminierung ist außerdem eine Möglichkeit für die Menschen, die während des gesamten Jahres zu nutzende Botschaft zu verbreiten.

Die Grundlage für das Engagement der FIFA gegen Diskriminierung bilden die entsprechenden Bestimmungen in ihren Statuten (Artikel 3 – Nicht-Diskriminierung und Kampf gegen den Rassismus: „Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten.“) sowie im FIFA-Ethikreglement (Artikel 7) und im FIFA-Disziplinarreglement (Artikel 58).

Der erste FIFA-Tag gegen Diskriminierung fand am 7. Juli 2002 statt, nachdem der FIFA-Kongress 2001 in Buenos Aires eine Resolution gegen Diskriminierung verabschiedet hatte.