FARE-Meldung zu Sepp Blatters Rassismus-Kommentar17 November 2011

Das FARE-Netzwerk ist empört über die Kommentare des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter bezüglich Rassismus im Fußball.
Der Executive Director Piara Powar sagte heute: „Sepp Blatters Äußerung bezüglich rassistischer Aussagen zwischen Spielern kann man bestenfalls als naiv bezeichnen, schlimmstenfalls zeigen sie jedoch die Ignoranz eines seit langem bekannten Problems. Sie untergraben die hervorragende Arbeit einer globalen Bewegung gegen Diskriminierung im Fußball und in der Gesellschaft sowie der eigenen Tätigkeiten der FIFA auf diesem Gebiet.“
„Der Boss des Weltfußballverbands sollte sich vor dem Hintergrund eines brisanten, noch schwebenden Verfahrens in Großbritannien und den zahllosen ähnlich gelagerten Vorfällen, die sich im vergangenen Jahrzehnt weltweit ereignet haben, nicht zu einem derartigen Problem äußern.
„Jemandem, der aufgrund seiner ethnischen Herkunft, sexuellen Orientierung, seiner Behinderung oder seines Geschlechts diskriminiert wurde, zu sagen, dass er und die andere Person sich die Hände reichen sollen, ist ein Affront und zeigt mangelndes Verständnis.“
„Für das FARE-Netzwerk bedeutet dieser Affront weit mehr als nur die Debatte bezüglich der Kompetenz der FIFA, den Fußball anzuführen und zu leiten. Sie belegt die Kultur der Verleugnung, mit der viele Gruppen innerhalb des FARE-Netzwerks, die gegen Diskriminierung und für soziale Gerechtigkeit kämpfen, immer wieder konfrontiert sind. Wir hören stets, dass die Probleme, mit denen sich ausgegrenzte und diskriminierte Teile der Gesellschaft auseinander setzen müssen, verkannt werden.“
„Wir erwarten eine langfristige Antwort der FIFA lauf dieses Problem.“
Den Bleacher-Bericht über 10 Rassismus-Vorfälle, die sich im Weltfußball ereignet haben, finden Sie hier.
Sepp Blatters Erklärung zu seinen ursprünglichen Äußerungen finden Sie hier.