FARE und FIFA präsentieren Antirassismus-Programm bei der WM09 Juni 2006

Das Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) und die FIFA präsentieren eine Reihe von gemeinsamen Maßnahmen, mit dem Ziel Rassismus und Diskriminierung von der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland zu verbannen.
Im Rahmen einer Pressekonferenz, die heute morgen in Berlin stattfand, wurde das ambitionierte Programm präsentiert. Alain Leiblang von FIFA Media, Hans Florin und Gerd Graus vom Deutschen WM Organisations Komitee (OK), Piara Powar, Direktor des britischen FARE Partners Kick It Out, sowie der frühere Chelsea und Celtic Star und FARE Botschafter Paul Elliott berichteten vor VertreterInnen der Weltpresse von den geplanten Maßnahmen.

Die Initiative von FARE, dem Weltverband FIFA, und dem Deutschen WM OK setzt einen Fokus darauf, Rassismus in all seinen Formen zu erkennen und ihm durch die Verbreitung einer bewusstseinschaffenden Botschaft entgegenzuwirken.

Die FIFA wird zum ersten Mal Spiele dazu nutzen, um eine anitrassistische Botschaft zu senden. Sie unterstreicht ihr Engagement, indem sie die Viertelfinali zu Antirassismus-Tagen erklärt. Die Team-Kapitäne werden vor jedem Spiel eine persönliche Botschaft gegen Rassismus verlesen, die Teams nehmen hinter einem Antirassismus-Banner Aufstellung.

Dieses Bekenntnis ist Teil einer wachsenden Rassismus-Debatte in Deutschland und der Angst vor rassistisch motivierten Attacken von Seiten rechtsextremer Gruppierungen.

FARE setzt folgende Aktivitäten:

Eine mobile „Streetkick“ Tour in 11 Austragungsstädten vereint Fans aus allen Ländern zum gemeinsamen Kicken gegen Rassismus.

Eine mehrsprachige Hotline ermöglicht es Fans Fälle von Rassismus und Diskriminierung während der WM zu melden.

35.000 antirassistische Fanzines werden über das ganze Turnier hinweg verteilt. Eine Wanderausstellung zeigt Geschichte und Gegenwart antirassistischer Aktivitäten im Europäischen Fußball.

Deutsche Jugendliche mit migrantischem Hintergrund werden gezielt zu Aktivitäten eingeladen.

Beobachten und Aufzeigen rassistisch-diskriminierender Spruchbänder, Gesänge und anderen Formen von Rassismus in und um die Stadien.

Piara Powar von FARE begrüßt die Zusammenarbeit mit FIFA und OK:

„Die Partnerschaft von FARE, FIFA und OK eröffnet neue Wege und Dimensionen. Die Angst vor rassistischen Übergriffen und Vorkommnissen ist groß. Es gilt für alle Beteiligten dem entgegen zu wirken, an allen Schauplätzen der WM. Wir sind davon überzeugt mit unseren proaktiven Aktionen einigen potenziellen Problemen vorbeugen zu können.“

„Die Weltmeisterschaft bringt weltweit die Fußballfamilie zueinander. Spieler von allen Kontinenten treffen in fairem Wettkampf aufeinander. Dieser Geist, getragen von Freundschaft, Respekt und gegenseitiger Anerkennung, soll über den Rasen hinaus die gesamte WM umspannen.“

FIFA Präsident, Sepp Blatter, sagte:

“Für die FIFA ist der Respekt vor ethnischer Vielfalt von großer Wichtigkeit. Als weltweit beliebteste Sportart hat der Fußball die besten und größten Möglichkeiten im Kampf gegen Rassimus. Fußball macht klar, dass die Hautfarbe keine Einfluß auf unseren Alltag, unser Leben und unseren Sport hat und haben darf.”

„Die FIFA gibt ihre volle Unterstützung, wenn es darum geht schädliche Tendenzen in der Gesellschaft und im Fußball an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Allianz mit FARE und dem OK ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen solche Tendenzen ist.”

Vor den heutigen Eröffnungsspielen, Deutschland gegen Costa Rica in München und Polen gegen Ecuador in Gelsenkirchen, geben die FARE Partner Football Unites Racism Divides (GB) und Dem Ball Egal (GER) den Ankick der FARE Streetkick Tour.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Kurt Wachter von FairPlay/FARE unter
++43 699-10754988

Weitere Hinweise:

Alle Details zur Streetkick Tour im Anhang
Weitere Informationen über Football Against Racism in Europe unter www.FAREnet.org