FARE und die FIFA stellen ihre Pläne für die Weltmeisterschaft 2006 vor31 März 2006

Mitglieder des Netzwerks „Football Against Racism in Europe“ (FARE) haben sich mit FIFA-Präsident Sepp Blatter und hochrangigen Vertretern der Vereinten Nationen, des Europäischen Parlaments, der FIFpro und der deutschen Regierung getroffen.

Bei ihrem Treffen verkündeten FARE und die FIFA ihre Partnerschaft für die kommende Weltmeisterschaft in Deutschland. Es wird eine Reihe von Antirassismusmaßnahmen durchgeführt, um das Bewusstsein für diesen Themenkomplex zu erhöhen, potenzielle Probleme zu prüfen und Fans mit Antirassismus-Botschaften anzusprechen. Dabei werden auch die in Deutschland lebenden ethnischen Minderheiten miteinbezogen. Die FIFA wird darüber hinaus die Viertelfinalspiele der Weltmeisterschaft zu Antirassismus-Spieltagen erklären und Veranstaltungen in und außerhalb der Stadien durchführen.

Angesichts der knapp zwei Monate bis zum Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft hoffen die FARE-Aktivisten, dass die Partnerschaft FARE in die Lage versetzen wird, positive Botschaften zu verbreiten, welche sowohl die Vielfalt des Fußballs feiern als auch eindeutig Stellung gegen jegliche Form von Rassismus beziehen.

FARE begrüßt die neuste Änderung des FIFA-Disziplinarreglements, da diese die laufende Kampagne an der Basis des Fußballsports unterstützen wird. Vertreter des FARE-Netzwerks gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Androhung dieser härteren Sanktionen bei den Nationalverbänden als Katalysator wirkt und diese sich verstärkt gegen Rassismus engagieren und in ihren Ländern Partnerschaften mit den entsprechenden Aktivisten eingehen werden.

FIFA-Präsident Sepp Blatter begrüßte die Partnerschaft mit dem FARE-Netzwerk und betonte die Absicht der FIFA, das überarbeite Disziplinarreglement strikt umzusetzen: „Rassismus hat dem Fußball viel zu lange geschadet. Wir haben uns stets klar gegen diese Plage gestellt, und vor kurzem hat das FIFA-Exekutivkomitee eine Anpassung des FIFA-Disziplinarreglements verabschiedet, um bei rassistischen Verstößen härtere Strafen, bis hin zu Punktabzügen, Spielsperren oder Disqualifikationen verhängen zu können. Jetzt, da wir über entsprechende Instrumente verfügen, kann die Fußballfamilie Rassismus und Diskriminierung effizient bekämpfen.“

Kurt Wachter von FairPlay-VIDC, einem österreichischen Partner von FARE, nahm am Treffen teil und erklärte: „Die Änderung des FIFA-Disziplinarreglements ist eine gute Nachricht für alle Aktivisten, die Rassismus im Fußball bekämpfen. Die Änderung deckt alle Ebenen des Spiels ab, aber jetzt ist es wichtig, die geänderten Sanktionen auch umzusetzen und sicherzustellen, dass die Nationalverbände bei ihrem Kampf gegen den Rassismus die erforderliche Unterstützung erhalten.“

„Mit der Weltmeisterschaft erhalten wir die großartige Gelegenheit, zu zeigen, dass der Fußball Menschen zusammenbringen und Grenzen niederreißen kann. Wir hoffen, dass unsere Partnerschaft mit der FIFA in Deutschland uns helfen wird, diese Botschaft zu verbreiten, und dass wir im Hinblick auf die nächste Weltmeisterschaft in Südafrika eine überzeugende Antirassismuskampagne starten können.“

Besuchen Sie diese Webseite bald wieder, um weitere Details über die geplanten Aktivitäten von FARE während der Weltmeisterschaft in Deutschland zu erhalten!

Das geänderte FIFA-Disziplinarreglement finden Sie hier: