FARE-Aktionswoche erreicht Höhepunkt am kommenden Wochenende27 Oktober 2006

Die 7. FARE-Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung erreicht am kommenden Wochenende ihren zweiten Höhepunkt.

PSV spielt die Vorreiterrolle in den Niederlanden
Der niederländische Spitzenverein PSV Eindhoven organisierte einen Antirassismus-Tag beim Heimspiel gegen Sparta Rotterdam am 25. Oktober. Dies war das vierte Mal, dass PSV an der FARE-Aktionswoche teilgenommen hatte. In der Stadionzeitung gab es einen Sonderartikel zum Thema „Kampf gegen Rassismus“. Mannschaftskapitän Phillip Cocu las eine Anti-Rassismus-Botschaft vor, und die Mannschaften von PSV und Sparta stellten sich gemeinsam für die Kameras auf und hielten ein Transparent gegen Rassismus hoch.

Arsenal und Sheffield unterstützen Kick It Out
In England werden Fans vom FC Arsenal Karten mit der Aufschrift „Arsenal für jeden“ in den Vereinsfarben hochhalten, um die von FARE-Partner Kick It Out organisierte Aktion in ihrem neuen Stadion zu unterstützen. Am gleichen Tag (28.10.) organisieren der Verein Sheffield United und FARE-Partner FURD beim Spiel gegen den englischen Meister FC Chelsea eine Fanchoreographie mit der Botschaft „Fußball verbindet“.

Aktivitäten in Zypern, Ungarn, Rumänien und Moldawien
Zum ersten Mal nimmt der Fußballverband Zyperns mit einer Kampagne an der FARE-Aktionswoche teil. Alle Spiele am kommenden Wochenende stehen unter dem Motto des Kampfes gegen Rassismus.

Der ungarische Zweitligist Ferencvaros TC wird zusammen mit Mitgliedern der Mahatma Gandhi Human Rights Organisation (einer Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen) aufs Spielfeld gehen. Vor dem Anpfiff wird der Koordinator der vom Europarat organisierten Kampagne „Alle anders, alle gleich“ eine kurze Rede halten. In der ersten Liga hat der ungarische Spielerverband dafür gesorgt, dass die Spieler in der Aufwärmphase bei allen Spielen T-Shirts gegen Rassismus tragen. Außerdem werden beim Einlaufen der Spieler zwei Kinder ein FARE-Transparent hochhalten.

In Rumänien wird der Fußballverband zusammen mit dem Roma Initiative Office, dem Nationalrat gegen Diskriminierung und der European Roma Grassroots Organisation (ERGO) eine Reihe von Aktivitäten organisieren, die den sozialen Dialog fördern und Toleranz und Fairplay steigern sollen. Bei allen neun Spielen, die zwischen dem 27. und 29. Oktober stattfinden, werden vor dem Anpfiff Transparente hoch gehalten. Die Spieler und Schiedsrichter werden während der Aufwärmphase T-Shirts mit dem Logo der Kampagne tragen.

Die nichtstaatliche Organisation afrikanischer Migranten „Fatima“ hat sich zum Ziel gesetzt, Toleranz und Freundschaft im moldawischen Fußball zu fördern und wird am zweiten Wochenende der FARE-Aktionswoche Spiele zwischen Mannschaften ethnischer Minderheiten, Flüchtlingen und Jugendlichen organisieren.

Frauen und Fußball
Die Frauenmannschaft des deutschen Bundesligavereins Hannover 96 organisiert mit Unterstützung des Fanprojekts einen Aktionstag. Es werden Broschüren und Buttons unter dem Motto „Frauen und Fußball“ verteilt. Auf dem Deckblatt der Broschüre sind Migrantenspieler von Hannover 96 abgebildet, die ein FARE-Transparent tragen. Der Slogan für das Bild lautet: „Frauen für mehr Toleranz und weniger Diskriminierung im Fußball“. Die Broschüre enthält auch Informationen über das FARE-Netzwerk und Interviews mit Spielern zu den Themen Rassismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit im Fußball.

50 Meter gegen Rassismus in Bern
„Gemeinsam gegen Rassismus“ lautet die Botschaft auf dem 50 Meter langen Transparent, das ein Fanclub der Young Boys Bern vor dem Erstligaspiel gegen den FC Zürich aufhängen wird. In der Stadionzeitung gibt es einen Artikel über die FARE-Aktionswoche und es wird auf der Videowand ein Antirassismus-Spot gezeigt. Außerdem plant der Fanclub eine Choreographie und die Verteilung von 2000 Postkarten mit der Mannschaft und dem FARE-Logo.

Folgeaktion in Israel
Am 4. November wird es in Israel eine Folgeaktion zur FARE-Aktionswoche geben, wo zum ersten Mal eine israelische Gruppe die Aktionswoche mit ihrer Teilnahme bereichert. Bei der von der nichtstaatlichen Organisation „New Israel Fund“ durchgeführten Aktion werden beim Spiel Beitar Jerusalem gegen Maccabi Haifa 100 Jugendliche T-Shirts mit der Aufschrift „Let's Kick Racism Out of Israeli Football“ tragen und zusammen mit den Spielern aufs Spielfeld laufen.

Die FARE-Aktionswoche endet am Montag, den 30. Oktober. Es gab mehr als 1.000 Einzelaktivitäten in 37 europäischen Ländern. Eine Rekordanzahl von 14 europäische Spitzenligen stellten ihre Spiele unter das Motto „Kampf dem Rassismus“, u.a. Österreich, Deutschland, England, Schottland, Belgien, Zypern, Mazedonien, Malta, Slowenien, Rumänien und Norwegen.