Fangruppen in Deutschland gegen Rassismus26 Oktober 2006

Neben der offiziellen roten Karten Aktionen des DFB und der DFL haben wie in den letzten Jahren auch wieder viele Fangruppen in Deutschland an der FARE Action Week teilgenommen. Fans aller Ligen, vom RSV Göttingen in der Bezirksliga bis zum FC Bayern München in der Bundesliga organisierten ihre eigenen Aktionen und Choreographien.

Aktionen fanden bisher unter anderem in Babelsberg, Berlin, Düsseldorf, Leipzig, Gelsenkirchen, Göttingen und Kaiserslautern statt. Eine Liste mit allen Aktivitäten und Links zu den ausführenden Gruppen ist unter de.farenet.org einzusehen.

Viele Gruppen zeigten sich darin einig, dass einmalige Aktion gegen Rassismus nicht ausreichten, das Problem in den Stadien zu bekämpfen. „Gegen Rassismus – und zwar immer!“, hiess es auf einem Transparent der Fans des FC St.Pauli und Fans des FC Bayern München schrieben: „Eine Rote Karte löst nicht das Problem, in der Gesellschaft muss etwas geschehn.“

„In Deutschland ging antifaschistisches Engagement oft ausschliesslich von Fangruppen aus. Dass sich nun auch viele Vereine und Verbände erstmals der Aktionswoche angeschlossen haben ist ein gutes Zeichen. Das Thema darf jetzt allerdings nicht wieder in der Versenkung verschwinden“, sagte Martin Endemann vom deutschen FARE-Partner Bündnis Aktiver Fussball Fans (BAFF).