Einladung zum Europäischen Seminar „Involving Young Migrants in Winter Sports“08 Dezember 2011

Innsbruck, 12. Jänner 2012

Im Sommersport, und hierbei vor allem im Fußball, wird die Integration von Minderheiten und Personen mit Migrationshintergrund bereits durch gezielte Aktionen forciert. Anders sieht es diesbezüglich jedoch im Wintersport aus. Sowohl auf Amateur- als auch auf professioneller Ebene, wurde diese Thematik noch kaum bis gar nicht diskutiert.

Dieses Seminar ist europaweit das erste, das sich intensiv mit der Integration junger MigrantInnen im Wintersport und der Frage der Ausgrenzung von traditionellen Immigrationsgruppen auseinandersetzen will. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf der Alpenregion und Skandinavien. Innerhalb des Seminars sollen Stereotypisierungen hinterfragt und des Weiteren diskutiert werden, wie man Wintersport für junge, talentierte MigrantInnen attraktiv machen kann.

Das Seminar findet einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele (WYOG) 2012 in Innsbruck statt. An dem Seminar teilnehmen werden neben JugendtrainerInnen und -arbeiterInnen, SportfunktionärInnen sowie weitere MultiplikatorInnen und Stakeholder im Sportbereich. Das Treffen ist Teil des EU-Projektes „SPIN – Sport Inclusion Network, Involving migrants in mainstream sport institutions“. Ziel des SPIN-Projekts ist es „Good Practice“ in Bezug auf Integration von MigrantInnen und Flüchtlingen durch und im Sport zu entwickeln und andere daran teilhaben zu lassen. Durch diverse Aktivitäten soll vermehrt auf das Potenzial von Sport, einen positiven Beitrag zur Integration sowie zu interkulturellem Dialog beizutragen, aufmerksam gemacht werden. Dieses Seminar zielt darauf ab genau diese Möglichkeit zu nutzen, um das Thema der Unterrepräsentation bzw. der vollkommenen Absenz von MigrantInnen in traditionellen Wintersportarten zu diskutieren.

Praktischer Zugang

Eines der Hauptziele dieses Seminars ist es, auf die Problematik der Ausgrenzung und ethnischer Diskriminierung im europäischen Wintersport aufmerksam zu machen. Des Weiteren wird darauf abgezielt, Gleichbehandlung im Sport zu erreichen und den Dialog zwischen verschiedenen Sportinstitutionen und -verbänden, migrantischen Sportorganisationen und öffentlichen Instanzen zu fördern, um folglich das integrative Potenzial des Sports für junge MigrantInnen und ethnischen Minderheiten zu nützen. Ebenso sollen Sportinstitutionen, wie Klubs, Verbände und Dachorganisationen für MigrantInnen zugänglicher gemacht bzw. sich den Bedürfnisse von jungen MigrantInnen öffnen.

Die Themen der zwei parallel stattfindenden Workshops sind:

  • Status quo of initiatives to involve migrants in winter sport
  • Encouraging migrants and minorities to patronise winter sport – an effective ns participatory strategy
  • Seminarteilnahme

    Stakeholder im Sportbereich – Clubs, Verbände, UnterstützerInnen, SpielerInnenvereinigungen, und SportlerInnen, migrantische Selbstorganisationen, NGOs, lokale Instanzen, Jugend- und SozialarbeiterInnen und weitere interessierte Personen sind zum Seminar in Innsbruck herzlich eingeladen.

    Interessierte Personen werden gebeten, sich bis 23. Dezember 2011 anzumelden. Wir werden die Teilnahme dann so bald wie möglich bestätigen.
    Die Teilnahme an dem Seminar ist frei (keine Seminargebühr). Mittagessen sowie Kaffeepausen werden von den OrganisatorInnen zur Verfügung gestellt, alle weiteren Kosten (Reise- und Hotelkosten) müssen von den TeilnehmerInnen gedeckt werden.

    Das Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden. Das ausgefüllte Formular bitte an engleitner(at)vidc.org retournieren oder an 0043/1/71133594–73 faxen.
    Ein Programmentwurf kann hier heruntergelanden werden. Weitere Informationen und Hintergrund zum Seminar finden in diesem PDF.