UEFA lädt europäische Fußballfamilie zu Anti-Rassismus-Konferenz31 Januar 2006

Drei Jahre nach der erfolgreichen Unite Against Racism („Vereint gegen Rassismus“) Konferenz im Stadion von FC Chelsea geht der Kampf gegen Rassismus im Fußball in seine nächste Runde.

Das Nou Camp Stadion in Barcelona ist am Mittwoch, 1. Februar, Schauplatz der 2. Anti-Rassismus-Konferenz der europäischen Fußball-Community, welche die UEFA gemeinsam mit dem Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE), dem Spanischen Fußballverband (RFEF) und dem FC Barcelona ausgerichtet.

Die über 300 Teilnehmer/innen bestehend aus Vertreter/innen aller 52 UEFA Mitgliedsverbände, des europäischen Klubfußballs (u. a. AC Milan, Bayern München, PSV Eindhoven, Dynamo Kiev, Atletico Madrid), Anti-Rassismus-Kampagnen und Fangruppen sowie Politiker werden die bisher gesetzten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit prüfen.

Die Liste der Redner/innnen umfasst prominente Namen wie den brasilianische Weltmeister von 1994, Leonardo, Schiedsrichter Kim Milton Nielsen, UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson, den spanischen Sportminister Jaime Lissavetsky, sowie aktuelle Spieler des FC Barcelona.

Michael Fanizadeh vom FARE Koordinationsbüro sagte:
Dank unserer engen Verbindung mit der UEFA, die in vorbildlicher Weise Verantwortung übernommen hat, ist auf europäischer Ebene vieles erreicht worden. Leider entziehen sich auf nationaler Ebene immer noch einige Verantwortliche diesen Initiativen. Die rassistischen Übergriffe in Italien und Spanien – aber auch der regelmäßige Antisemitismus bei Wiener Derbies – zeigen das die Anstrengungen noch zunehmen müssen. Eindeutig positiv ist das sich immer mehr Klubs und Fans an der FARE Kampagne aktiv beteiligen, zuletzt etwa alle Vereine der Österreichischen Bundesliga.

In seinem Grußwort der Konferenz erklärte UEFA-Präsident Lennart Johansson:
Rassismus ist sicherlich eine der verwerflichsten Ausdrucksformen des mangelnden Respekts eines Menschen gegenüber einem anderen. Die UEFA ist entschlossen, alles zu unternehmen, um den Fußball von dieser Geißel zu befreien, und ist erfreut über die Unterstützung all derer, die dasselbe Ziel verfolgen, wie das Netzwerk FARE, mit dem die UEFA bereits seit mehreren Jahren eng zusammenarbeitet. Kräfte zu bündeln, um den Kampf noch effizienter zu machen, ist auch das Ziel der zweiten Konferenz unter dem Motto 'Vereint gegen Rassismus'.