EURO 2008: Antirassistischer Film macht Halbzeit bei der EURO 2008™19 Juni 2008

Man nehme einen amerikanischen Filmregisseur, eine deutsche Filmfirma und europäische Schauspieler von überall auf dem Kontinent, gebe eine guten Schuss des weltbesten Sport-Events dazu – und das Ergebnis ist ein Film, der einfach nur klar macht, wie Fußball und die UEFA EURO 2008™ ein wichtiger Mitspieler für die gute Sache sein können.

„Viele Sprachen – Ein Ziel: Nein zu Rassismus“ hat in den Stadien der Schweiz und Österreichs derzeit einen großen Einfluss auf das Sommerfestival des Fußballs. Der Film von John Buché und des Produktionshauses „Embassy of Dreams“ in München wird als Teil der FARE-Kampagne „Vereint gegen Rassismus“ vor, während und nach jedem Spiel gezeigt.

Buché, ein in Washington DC geborener Fußballfan, wurde von FARE ausgewählt, den Film zu produzieren, nachdem sich das Netzwerk begeistert zeigte, wie er mit seinem ersten filmischen Einfall 'Sold Out' diesen Sport dokumentierte. Der 2001 entstandene Film, der auch Franz Beckenbauer und Samuel Eto'o zeigt, war eine mitreißende Entlarvung der finsteren Welt des Menschenhandels im Fußball.

Buché, der seit fast 15 Jahren in Europa lebt, sagte:
„In Wien lebend kannte ich die österreichischen FARE-Partner von Fairplay, ganz zu Schweigen von der unvermeidlichen Freude, die so ein Turnier mit sich bringt. Also ergriff ich die Gelegenheit, dabei zu sein.“

Und so begann im Oktober 2007 die Arbeit an „Viele Sprachen – Ein Ziel: Nein zu Rassismus“, ein 30-sekündiger Film, der zum integralen Bestandteil von FARE's Turnierkampagne werden sollte.

„Das Ziel des Films war es, das Miteinander und die Multikulturalität des Fußballs kurzformatig hervorzuheben“, erzählt Buché weiter. „Es handelt sich um eines der wenigen Sport-Events, das so viele Menschen an einem Platz und zur gleichen Zeit zusammen bringt. Es ist dieser einzigartige Moment, den wir mit diesem Film feiern wollen.“

Es war ein schneller Verlauf des Castings, der jedoch eine gute Mischung an geübten Schauspielern und hoffnungsvollen Talenten sicher stellte. Dazu kam die Bandbreite ihrer ethnischen Backgrounds. „Alles im Film ist symbolisch. Rumänische Schauspieler repräsentieren Osteuropa, wir brauchten niederländische Schauspieler für einen Link zur Kolonialzeit und türkische Schauspieler wurden involviert, um ihre Omnipräsenz in vielen Teilen des heutigen Europas zu verdeutlichen.“

Der Film, der die Emotionen unterschiedlicher Fans unmittelbar vor einem Tor einfängt, wurde in nur zwei Tagen, vor allem in Münchens Allianz-Arena, in einem authentischen rumänischen Restaurant und im Studio abgedreht. „Der Film gipfelt in wildem Feiern und zeigt die wahre Einzigartigkeit des Torschreies.“

Und wenn Ende Juni der Vorhang für den Wettbewerb fällt, geht der Film auf eine andere Reise. Nachdem die UEFA den Film „Viele Sprachen – Ein Ziel: Nein zu Rassismus“ übernommen hat, wird er bei jedem Champions League-Spiel der nächsten Saison ausgestrahlt.
„Die UEFA hat zusammen mit der Europäischen Kommission die Finanzierung übernommen. Ohne diesen Hintergrund wäre es wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Jetzt, wo die anfängliche Rückmeldung gewaltig gewesen ist, hoffen wir, dass der gute Lauf auf dem Weg durch die kommende Saison anhält.“