EU-Sportminister fördern Chancengleichheit28 September 2005

Die EU-Sportminister trafen sich neulich zu einer zweitägigen Konferenz in Liverpool, die von der britischen Präsidentenschaft ausgerichtet und vom britischen Sportminister Richard Caborn geleitet wurde. Während des informellen Treffens beschlossen die Minister, die Voranbringung der Chancengleichheit und kulturellen Diversität im und durch den Sport sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene zu unterstützen.

Glänzendes Beispiel
Für die UEFA beleuchtete Vizepräsident Per Omdal das Bekenntnis der UEFA zum Kampf gegen Rassismus im Fußball, der beliebtesten Sportart Europas, sowie die gemachten Erfahrungen.

Bereits vor dem Treffen hatte Richard Caborn die Arbeit der UEFA mit dem FARE-Netzwerk erwähnt:
„Ich weiß, dass die UEFA diese Frage genauso ernst nimmt wie die britische Regierung. Ihre aktuelle Kampagne in Zusammenarbeit mit FARE ist nur ein Beispiel für die Handlungsbereitschaft der UEFA.“

Laut Caborn könnte die EU einen wesentlichen Beitrag zur Beseitigung von Diskriminierung im Sportbereich und zur Förderung des Sports als Weg zur zwischenmenschlichen Begegnung leisten.

Schlussfolgerungen
Nach dem Treffen sagte Caborn: „Die EU setzt sich für die Chancengleichheit konsequent ein, damit alle Menschen [am Sport] unabhängig von Leistungsvermögen, Rasse oder Geschlecht teilnehmen können.“

Der Sprecher des britischen Sportministeriums Anthony Wright fügte hinzu:
„Großbritannien unterstützt die allgemeinen Grundsätze, auf denen die Schlussfolgerungen einer Beratung zwischen der Kommission und der europäischen Sportbewegung basieren, wonach die versteckten Hindernisse, die manchmal bestimmten Gruppen, wie z.B. Einwanderern, ethnischen Minderheiten, Behinderten, Senioren und Frauen, den Zugang zum Sport erschweren, auf europäischer Ebene zu bekämpfen und Sportverantwortliche, wie z.B. Sozialarbeiter, die mit sozial Benachteiligten arbeiten, mit Ausbildungsmaßnahmen zu unterstützen sind.

Auch wenn Großbritannien die Ausrottung der negativen Begleiterscheinungen des Sports, wie z.B. rassistische Sprechchöre, als wichtig erachtet, liegt der Schwerpunkt der Förderung von Chancengleichheit und Diversität im und durch den Sport darin, bewährte Praxis bei den positiven Aspekten der Teilnahme am Sport zu identifizieren und mit den anderen Mitgliedsstaaten auszutauschen.“