„Kein Platz für Diskriminierung!“ – Der ÖFB setzt ein Zeichen für Vielfalt30 Oktober 2013

Seit15.OktoberfindendieFareAktionswochengegenDiskriminierungimFußballstatt.AuchderÖsterreichischeFußball-Bund(ÖFB)istmitdabei:ImFokusstehtdiesmalderFrauenfußball,demsichalleAktivitätendieserWochewidmen.

Die europaweiten Aktionswochen des in Wien gegründeten Fare Netzwerks bringen Vereine, Fans, Verbände, NGOs und Migrant_innen aus über 40 Ländern zusammen. Mehr als 300 Initiativen in 46 Ländern beteiligen sich heuer an der Aktion. In Österreich sind alle Klubs der Bundesligen der Männer und Frauen ebenso mit dabei wie der ÖFB und seine Landesverbände.

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Kein Platz für Diskriminierung

ÖFB-Aktion am 31. Oktober: Zeig Rassismus die Rote Karte!

Der ÖFB macht sich gemeinsam mit der Initiative FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel. am VIDC insbesondere beim WM-Qualifikationsspiel des österreichischen Frauen Nationalteams gegen Frankreich am 31.10. in Ritzing (Burgenland) für Vielfalt und gegenseitigen Respekt im Fußball stark. Die Spielerinnen werden dem Rassismus die Rote Karte zeigen und ihrer Haltung durch Statements gegen Diskriminierung Nachdruck verleihen. Vor dem Anpfiff rufen die Teamkapitäninnen zum Engagement gegen Ausgrenzung, Homophobie und Sexismus auf. Diese Botschaft wird im ganzen Stadion sichtbar sein – durch Transparente, die Ballkinder, welche T-Shirts mit Anti-Diskriminierungs-Botschaften tragen und Informationsposter zur Kampagne.

Österreichs Teamkapitänin Veronika Schnaderbeck wird ebenso wie ihr Gegenüber Wendie Renard mit einer „No to Racism“-Schleife auflaufen. 
„Fußball vereint täglich Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft und lässt Unterschiede verschwinden“, meint ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak, derzeit bei Beşiktaş Istanbul unter Vertrag. „Daher müssen wir dieses Potential nützen, um gemeinsam gegen gängige Vorurteile anzukämpfen. Denn im Fußball ist kein Platz für Diskriminierung!“




Frauen Bundesliga erstmals mit dabei

Zum ersten Mal nimmt auch die gesamte ÖFB Frauen Bundesliga mit Stadionaktionen in der 9. Runde (3.11.) an den Aktionswochen gegen Diskriminierung teil. Stereotype Geschlechterbilder und sexistische Ausgrenzungen erschweren Mädchen und Frauen die aktive Teilhabe am Fußball – sowohl am Spielfeld als auch in den Fankurven und Vorstandsebenen.

„Für den österreichischen Frauenfußball ist mir in erster Linie wichtig, Vorurteile diesem gegenüber abzubauen und die Anerkennung für den Frauenfußball stetig wachsen zu sehen“, so Isabel Hochstöger, die Frauenbeauftragte im ÖFB. Dem trägt auch FairPlay-VIDC Rechnung und es heißt diesen Sonntag bei allen Spielen: „Kein Platz für Diskriminierung!“

Kein Platz für Diskriminierung!

So lautete auch das Motto der Stadionaktionen der Klubs der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile in der 12. Runde (19./20.10.) und der „Heute für Morgen“ Ersten Liga in der 13. Runde (18.10.).

Alle Vereine und ihre Spieler bzw. Spielerinnen bringen durch die gemeinsame Aktion mit FairPlay-VIDC zum Ausdruck, dass im Fußball – am Spielfeld, auf den Tribünen und in den Vorstandsetagen – Ausgrenzungen und Vorurteile keinen Platz haben. Denn Fußball ist für alle da, ganz unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder der sexuellen Orientierung!

Auf den Tribünen hat Diskriminierung ebenso wenig verloren wie auf dem Spielfeld. Die zahlreichen Aktivitäten von Fans, Grassroots-Initiativen, Amateur_innenvereinen und Aktivist_innen sollen das zum Ausdruck bringen. In Österreich verteilt der Frauenfußballverein MFFV23 zum Beispiel Material gegen Sexismus an die Zuseher_innen, Wacker Innsbruck Fans von Tivoli Nord werden im Nord-Süd Dialog aktiv und eine Soli-CD verkaufen oder Fans von First Vienna FC produzieren ein Flugblatt gegen Homophobie.

Machen wir gemeinsam Fußball zu einem Ort, wo alle respektiert werden – ganz unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung!
Die FareAktionswoche in Österreich wird von der Initiative FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel. am VIDC koordiniert und vom Sportministerium, dem ÖFB, der Österreichischen Fußball-Bundesliga, der Stadt Wien, Fare und der UEFA unterstützt. 

Das aktuelle Poster steht hier zum Download bereit oder es kann auch unter fairplay(at)vidc.org kostenlos bestellt werden.

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