Austria, Salzburg und Rapid sagen Nein zu Rassismus22 Oktober 2013

Österreichs Vertreter in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League beteiligen sich auch auf internationalen Parkett an den FARE Aktionswochen.

In allen Stadien der Österreichischen Fußball Bundesliga lautete am Wochenende das Motto „Kein Platz für Diskriminierung“. Höhepunkt waren die Statements der Teamkapitäne unmittelbar vor dem Anpfiff. Bis Donnerstag beteiligen sich alle Vereine der UEFA Champions League (22./23. 10.) und UEFA Europa League (24./ 25. 10.), an den europaweiten Aktionswochen gegen Rassismus und Diskriminierung des in Wien gegründeten FARE Netzwerks.

Beim heutigen Champions League-Heimspiel FK Austria Wien gegen Atletico Madrid im Ernst- Happel-Stadion (20:45 Uhr live auf Puls 4 TV) steht die Botschaft „No to Racism“ („Nein zu Rassismus“) im Mittelpunkt. Die beiden Kapitäne laufen mit „Respect – No to Racism“-Armbinden ein, und auf dem Spielfeld wird ein Antirassismus-Banner platziert. Bei der Aufstellung wird ein spezieller Wimpel zwischen den Spielern herumgereicht und die Zuschauer_innen und Fans werden aufgerufen, die Kampagne zu unterstützten. Auf der Vidiwall wird der neue „No to Racism“-Spot gezeigt. Das Video vereint 22 Stars des europäischen Fußballs, unter anderem Kevin Prince Boateng, der im Jänner 2013 in Italien rassistisch beleidigt wurde. Während des Spiels werden „No to Racism“-LED-Banden eingeblendet.

Auch die heimischen Europa League Teilnehmer beteiligen sich an der größten Antidiskriminierungskampagne des Kontinents. Am Donnerstag sagen Red Bull Salzburg beim Heimspiel gegen Standard Lüttich (21.05 Uhr live auf ORF 1) Intoleranz den Kampf an. SK Rapid Wien wird in Belgien bei Racing Genk (19.00 Uhr live auf ORF 1) aktiv.

Neue Anti-Rassismus-Resolution der UEFA
Beim UEFA-Kongress in London haben sich die UEFA-Mitgliedsverbände für ein vehementeres Auftreten gegen Rassismus ausgesprochen und eine neue Resolution verabschiedet. Die Resolution sieht unter anderem vor, dass Schiedsrichter_innen bei diskriminierenden Vorfällen ein Spiel unterbrechen oder ganz abbrechen können. Die Mindeststrafe für rassistische Äußerungen von Spieler_innen oder Mannschaftsoffziellen beträgt zehn Spiele.

UEFA-Präsident Michel Platini sagte zum Start der FARE Aktionswoche: „Die UEFA, ihre Mitgliedsverbände und ihr langjähriger Partner FARE sind kompromisslos bestrebt, alle Formen von Diskriminierung in unserem Sport einen Riegel vorzuschieben und dazu beizutragen, dass sie von unserem Kontinent verbannt werden. Aus diesem Bestreben heraus haben wir im Mai dieses Jahres eine Antirassismus-Resolution verabschiedet, die unser Engagement in diesem Kampf deutlich zum Ausdruck bringen soll“.

Während den FARE-Aktionswochen organisieren in über 40 europäischen Ländern Vereine, Fans, Verbände, Migrant_innengruppen und Minderheiten-Organisationen Antidiskriminierungs-Events.