FARE-Aktionswoche: auch die Champions League ist dabei19 Oktober 2004

Die UEFA-Champions League bildet auch einen Schwerpunkt der FARE-Aktionswoche, denn bei allen 16 Spielen dieses Wettbewerbs wurden symbolische Aktionen gegen Rassismus gestartet.

Der europäische Fußballverband UEFA hat den wichtigsten Vereinswettbewerb benutzt, um eine starke antirassistische Botschaft auszusenden. Bei den Spielen der Champions League, die während der Aktionswoche stattfinden, wurden die Mannschaften beim Herauslaufen von Kindern begleitet, die T-Shirts mit der Botschaft „Vereint gegen Rassismus“ trugen. Außerdem wurden vor jedem Spiel Stadiondurchsagen zum Thema gemacht.

Unter den Spielen, bei denen antirassistische Aktionen durchgeführt wurden, waren Juventus Turin gegen den FC Bayern München, Fenerbahce Istanbul gegen Olympique Lyon (beide am 19.10.), Panathinaikos Athen gegen Arsenal London sowie AC Mailand gegen den FC Barcelona und Valencia CF gegen Inter Mailand (alle am 20.10.).

In ihrem Aufruf wandte sich die UEFA an die Fans, die Spieler, die Präsidien und die Angestellten des Heimvereins mit der Bitte, „den Rassismus in all seinen Formen zu bekämpfen, und die Fußballstadien in ganz Europa zu Orten zu machen, in denen Fans aller Hautfarben, Religionen oder Kulturen herzlich willkommen sind“.

FARE bediente sich der Bühne Champions League, um der europäischen Fußballfamilie seine Philosophie zu vermitteln. Damit sollten auch Länder und Ligen angesprochen werden, in denen rassistisches Verhalten und Schikanen im Fußball wie im gesellschaftlichen Leben ein ernsthaftes Problem darstellen.

Wieder Unterstützung durch UEFA im Kampf gegen Rassismus

Bis zum 26. Oktober wird das FARE-Netzwerk Initiativen und Veranstaltungen durch Fans, Vereine und Migrantengruppen in 33 europäischen Ländern koordinieren. Die UEFA fördert die Aktionswoche finanziell und hat auch sonst ihre absolute Unterstützung zugesagt. Wie UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson meinte:

„Die UEFA ist dazu verpflichtet, den Rassismus im Fußball zu bekämpfen. Wir haben schon erlebt, welche Schäden Vorurteile und Ausgrenzungen anrichten können. Deshalb werden wir nicht stillsitzen und bei dieser neuerlichen Entwicklung zusehen.

„Durch unsere enge Partnerschaft mit FARE sind wir der Meinung, das richtige Mittel zu haben, um Fans, Offizielle und Spieler auf den richtigen Weg zu bringen.

„In dieser Woche freuen wir uns wieder darauf, die Aktionswoche zu unterstützen und alle Mitglieder der Fußballfamilie zu ermutigen, dass sie mitmachen und im Kampf gegen Rassismus Stellung beziehen,“ fügte er hinzu.

Nach abgesagtem Spiel wird der PSV Eindhoven aktiv

Das abgesagte Spiel der niederländischen Ehrendivision zwischen ADO Den Haag hat schon wieder gezeigt, wie wichtig es ist, den Kampf gegen Diskriminierung im Fußball fortzusetzen. Die Begegnung wurde zehn Minuten vor Schluss wegen wiederholt antisemitischer Schmährufe gegen den Schiedsrichter abgebrochen.

Beim Heimspiel gegen Ajax Amsterdam am 24.10.2004 wird der PSV Eindhoven an der FARE-Aktionswoche teilnehmen. Kinder werden während der Mannschaftsaufstellung ein Transparent mit der Aufschrift „PSV gegen Rassismus“ hochhalten und es wird in der Stadionszeitschrift sowie auf der Videowand auf die Aktionswoche hingewiesen.

Für eine komplette Auflistung der Aktivitäten in ganz Europa während der FARE-Aktionswoche, siehe: http://www.vidc.org/fairplay/download/5th_FARE_AW_list_of_activities.pdf