Aktivisten begrüßen die UEFA-Entscheidung zum Rassismus bei Atletico14 Oktober 2008

Europäische Aktivisten begrüßten heute die Entscheidung der UEFA, gegenüber Atletico Madrid eine Geldstrafe und Sperre auf Grund von Rassismus zu verhängen als eine “wichtige” Entscheidung und riefen zu verstärkten Anstrengungen zur Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung auf.

Aktivisten von FARE, dem europäischen Netzwerk von Fans und nichtstaatlichen Organisationen, ebenso wie Spieler sprachen im Vorfeld der Eröffnung der jährlichen Aktionswochen am Donnerstag über die Auswirkungen, die die heutige Entscheidung als Hilfe im Kampf gegen den Rassismus haben wird.

Die UEFA-Sanktion wurde nach der Champions-League-Begegnung zwischen Atleticoo Madrid und Marseille verhängt. Sie besteht aus einer Stadionsperre gegen Atletico für drei Champions-League-Spiele, einer Sperre für zwei Spiele gegen ihren Manager Javier Aguirre sowie einer Geldstrafe von 150.000 €.

Diese Sanktionen sind die höchsten, die jemals gegen eine Fußballorganisation auf Grund von Rassismus verhängt wurden.
Lord Ouseley, Vorsitzender der britischen FARE-Aktivisten Kick It Out, kommentierte: “Die Führungsrolle, die die UEFA mit diesen Sanktionen ausgedrückt hat, beinhaltet eine deutliche, unmissverständliche Botschaft; Rassismus wird nicht toleriert.

“Seit einigen Jahren arbeiten wir mit der UEFA zusammen und stellen uns gemeinsam der Herausforderung, dem Rassismus unter Fans und in Verbänden in ganz Europa zu begegnen. Es ist entscheidend, dass jedes Mitglied der Fußballfamilie dieser vorgegebenen Richtung folgt und versteht, was zu tun ist, um die Epidemie von Rassismus und Homophobie zu bekämpfen.”

Kurt Wachter vom österreichischen FARE Partner FairPlay-VIDC, hierzu: “Die fortschrittlich eingestellten Fans in ganz Europa haben begriffen, welchen Schaden Rassismus, Homophobie und andere Formen von Diskriminierung dem Sport, den wir alle lieben, zufügen.
“FARE arbeitet engagiert mit Partnern in allen Winkeln Europas zusammen, damit wir sicher sein können, dass alles getan wird, um Vorfälle wie jenen bei Atletico Madrid mit dem Einfluss unseres Netzwerks zu bekämpfen.
“Wir werden weiterhin mit Fangruppen in Südeuropa und innerhalb der Kulturen der Ultras- und Penas-Gruppen arbeiten.”

Paul Elliott, FARE-Botschafter und ehemaliger Verteidiger bei Chelsea, Bari und Celtic, kommentiert: “Dies ist eine wichtige Entscheidung. Führende Fußballer – schwarzer und weißer Hautfarbe – ebenso wie ich selbst unterstützen voll und ganz die Maßnahmen, die die UEFA verhängt hat und rufen alle Verbände dringend auf, mit uns zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass der Rassismus wirksam ausgemerzt wird.
“Die Entscheidung der UEFA begründet eine Nulltoleranzpolitik, die den Respekt für die Menschenrechte unabhängig von Rasse, Religion oder ethnischem Hintergrund betont.”