„Antirazzisti Mondiali“: Die Kampagne gegen den Rassismus im Sport aus den Startblöcken31 Oktober 2006

Im Rahmen der Aktionswoche starten nun der italienische Sportverband UISP, die Fangruppe Progetto Ultrà und die Wochenzeitschrift „Carta“, zusammen mit dem FARE-Netzwerk, eine neue Kampagne mit dem Titel: „Antirazzisti Mondiali. Tante tattiche una sola squadra“ (Antirassisten der Welt. Viele Taktiken, eine einzige Mannschaft).
Das Ziel der Kampagne besteht darin, ein nationales Netz auf die Beine zu stellen, das die gelungenen Initiativen im Kampf gegen den Rassismus, an den Migranten aktiv teilnehmen und die im Sport und durch den Sport umgesetzt werden, sammelt und bekanntmacht. Es geht darum, die „Spieltaktiken” der Mannschaft „Antirazzisti Mondiali“ dank den direkten Erfahrungen der betroffenen Personen und dem Zustandekommen von Kontakten zu verbreiten, sowie gemeinsam einen Weg zu finden, um diese Initiativen im kleinen wie im großen Maßstab wiederholbar zu machen: Von der lokalen Ebene heraus eine globale Gemeinschaft gegen den Rassismus aufbauen.

Der erste Schritt ist die Vorstellung der – seit heute abrufbaren – Internetseite www.uisp.it/antirazzistimondiali , in der eine Mannschaft metaphorisch gegen die Diskriminationen antretet, trainiert und den Gegner unter die Lupe nimmt. In der Unterseite „Die Analyse des Gegners“ wird Dipl.-Soziologe Mauro Valeri erklären, was sich hinter den Vorurteilen, den Etiketten und den rassistischen Parolen verbirgt.
Der Sport soll verstärkt zu einem Werkzeug für mehr Integration und einen besseren interkulturellen Dialog werden: Seine Popularität und seine direkte Sprache erreichen alle. Im Rahmen der Kampagne werden kontinuierlich verschiedene Aktionen durchgeführt, die Juli 2007 in die Antirassistische Fußball-Weltmeisterschaft (Mondiali Antirazzisti) münden werden.
Wie kann man „Antirassisten der Welt“ sein? Indem man Initiativen und konkrete Aktionen ins Leben ruft, welche zur Verbreitung der Friedenskultur, des Dialogs und des gegenseitigen Respekts beitragen. Diese Kampagne wird die verschienenden Netze stärken und zusammenführen und die Tragweite ihrer Tätigkeit vergrößern.

Filippo Fossati, nationaler Vorstand von UISP erklärt:
„Wir möchten eine Mannschaft, die alle aufnehmen kann, die keinen Spieler auf der Reservebank lässt, die verschiedene Möglichkeiten zur Freundschaft und zur Kontaktknüpfung durch den Sport bietet. Eine Mannschaft, die viele unterschiedliche Erfahrungen in sich sammeln kann und gegen Vorurteile – angefangen vom „rassistischen“ Vorurteil, das schlimmste von allen – antretet.“

Ähnliche Töne schlägt Carlo Balestri, Verantwortlicher von Progetto Ultrà an:
„Die Mannschaft, die wir möchten, ist gerne zum Vergleich bereit, neugierig gegenüber den Anderen, sie spielt nicht, um zu gewinnen, sondern um Unterschiede und Verschiedenheiten kennenzulernen und zu achten. Diese Mannschaft bildet sich aus Fußballfans, also aus denjenigen zusammen, die diesen Sport lieben und die – selbst wenn sie Schals mit unterschiedlichen Farben tragen – keine Diskriminierung auf der Grundlage der Hautfarbe machen.”

Marco Calabria, Präsident von Carta wünschte sich:
„Vielleicht geht es darum, um eine Fußballmetapher zu verwenden, jeden Tag einen Tunnel durch die Mauer zu bohren. Die Mannschaft, die wir uns wünschen, setzt sich aus gewöhnlichen Leuten zusammen, die sich womöglich sogar etwas gegen Taktiken und Disziplin sträuben. Doch die Phantasie des gewöhnlichen Bürgers ist genau das, worauf wir von Carta setzen“