Antirassistische Botschaft im Rahmen des FIFA Confederations Cup26 Juni 2009

Am 24. und 25 Juni 2009 bot der FIFA Confederations Cup 2009 in Südafrika eine Plattform, um der ganzen Welt erneut eine klare Botschaft über die einige Haltung des Fußballs gegen Rassismus zu vermitteln.

Antirassistische Botschaft während der Halbfinalbegegnungen
Vor dem Anstoß zu den zwei Halbfinalspielen des Turniers, das auch als „Festival der Champions“ bezeichnet wird, verlasen die Kapitäne der Mannschaften eine Erklärung, die Spieler, Funktionäre und Fans auf der ganzen Welt dazu ermutigt „Nein zum Rassismus“ zu sagen. Beide Teams und die Schiedsrichter nahmen darüber hinaus als Bestandteil des offiziellen Spielprotokolls zusammen Aufstellung vor einem Banner mit der Aufschrift „Say no to Racism“ (Sag Nein zum Rassismus).

Pressekonferenz mit FIFA- und FARE-Delegierten
Die FIFA veranstaltete eine Pressekonferenz während des Confederations Cup, um diese Aktionen, die Teil ihrer „Tage der Antidiskriminierung“ waren, und um über zukünftige Pläne und Strategien zur Bekämpfung des Rassismus im Fußball zu diskutieren. Paul Elliott, der im Laufe seiner zwölfjährigen Spielerkarriere in England, Schottland und Italien spielte, sprach bei der Pressekonferenz als Botschafter des Netzwerks Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE).

Wir haben bereits enorme Fortschritte im Kampf gegen den Rassismus gemacht, aber es bleibt immer noch eine Menge zu tun. Es muss eine Politik der Nulltoleranz gegen Rassismus geben und ein Bewusstsein der kollektiven Verantwortung unter allen Beteiligten geschaffen werden. Fußball kann ein wunderbares Medium sein, um Menschen zusammenzubringen, und diese Tage der Antidiskriminierung können eine solide Grundlage bilden, von der aus wir uns weiter entwickeln können, so Elliot.

Forum „Fußball für Hoffnung“
FARE-Delegierte, unter ihnen Piara Powar und Bella Bello Bitugu, nahmen auch am Forum „Fußball für Hoffnung“ teil, das während des Confed-Cups in Vaal, Südafrika stattfand. Ein Bericht über dieses Forum wird in den nächsten Tagen auf dieser Site veröffentlicht.

FAREs Pläne für die FIFA Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika
FARE ist überzeugt davon, dass die Weltmeisterschaft in Südafrika eine wichtige Gelegenheit darstellt, die Vielfalt des Spiels zu betonen und eine Vision eines Sports zu bieten, der frei von Diskriminierung und Vorurteilen ist. FARE ist entschlossen, bei der ersten Weltmeisterschaft Afrikas einen Beitrag zu leisten,
um das Turnier zu einem denkwürdigen und positiven Erlebnis zu machen, und zwar nicht
nur während des Veranstaltungsmonats, sondern auch vor dem Eintreffen und nach der Abreise der Mannschaften und Fans.

Die ernsthaften Planungen für das nächste große Turnier im Fußballkalender, die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, haben begonnen. FARE wird erneut eine zentrale Rolle dabei spielen, den Verbänden der Welt dabei zu helfen, Probleme des Rassismus und der Diskriminierung aufzugreifen und anzusprechen und eine Botschaft der Gemeinschaftlichkeit und Vielfalt an die Fußballfans in aller Welt zu übermitteln.

Die Initiative „Fußball vereint“ für Südafrika 2010 ist eine Kollaboration zwischen FARE, Kick It Out und FURD (Fußball Unites, Racism Divides). Es wurden Partnerschaften mit einer Reihe wichtiger Organisationen und Einzelpersonen in Südafrika entwickelt. Geplant sind unter anderem eine Kampagne „Fußball gegen Fremdenfeindlichkeit“ mit Partnern wie der Spielergewerkschaft SAPFU, eine Ausstellung zur “Geschichte der
südafrikanischen Fußballer in Europa” im District-Six-Museum in Kapstadt sowie ein Rahmenprogramm von Seminaren, Filmen, Jugendaustauschprogrammen und Veranstaltungen in den Townships.

Einbeziehung der Erfahrungen von 2006
FARE wird mit der FIFA und dem lokalen Organisationskomitee zusammenarbeiten, um die Unterstützung der Implementierung koordinierter antirassistischer und anti-fremdenfeindlicher Maßnahmen vor und während der Weltmeisterschaft zu erörtern und hierfür das erfolgreiche Vorbild, das bei der WM 2006 in Deutschland geboten wurde, heranziehen. Dies würde auch eine Zusammenarbeit mit Fanbotschaften für die Heimmannschaft und die Gastgeber umfassen, was bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz ein sehr positives Echo gefunden hatte.