Aktionswoche in Kongo: gegen Krieg und jede Art der Diskriminierung.02 November 2006

Dieses Jahr haben auch einige afrikanische Organisationen an der Aktionswoche teilgenommen, dank den kostbaren Beitrag des FIFA. Großen Erfolg beim Publikum und in den Medien hatte zum Beispiel die von der kongolesischen Organisation LISPED (Ligue Sportive pour la Promotion et la defence des droits de l'Homme) gestiftete Veranstaltung, welche die Aufmerksamkeit der Bürger auf den Kampf gegen jegliche Form von Diskriminierung richten wollte. Es ging um die Diskriminierung wegen Rasse, Stammeszugehörigkeit und gegen Menschen mit physischen Behinderungen. LISPED möchte das FARE-Modell nach Afrika importieren, damit auch hier ein Netz entsteht, das den Rassismus im Sport und durch den Sport bekämpft.

Das erste Treffen auf dem Programm war die Pressekonferenz vom 21. Oktober, an der Journalisten, Politiker, prominente Vertreter der Sportwelt, Kinder und Pfadfinder teilgenommen haben. Rechtsanwalt Alain Marengo, Präsident von LISPED, erklärte – umgeben von Kindern des Tutsi-Stammes und aus anderen Völkergruppen – die Wichtigkeit des Kampfes gegen den Rassismus und sprach den Wunsch aus, dass alle anderen Länder in Afrika diese Initiative als Beispiel aufgreifen mögen.

Beim Treffen vom 24. Oktober ging es dagegen spezifischer zu: Es wurde über die Sportler gesprochen und darüber, wie die katholische Kirche ihnen hilft, zu begreifen, dass der Kampf gegen den Rassismus und die Gewalt im Sport höchste Priorität hat. Am nächsten Tag fand ein Fußballspiel zwischen Mannschaften, deren Spieler physische – zum Teil wahrscheinlich von den vielen Kriegen bedingten – Behinderungen hatten, mit großem Erfolg statt. Die mit einem kleinen Preis beehrte Siegesmannschaft, die zwei zu eins gewann, bestand aus Jugendlichen aus den sozial benachteiligten Bezirken von Masina, Ndjili und Kimbanseke.

Während den Spielen der kongolesischen Fußballliga zeigte LISPED ferner folgende Transparente: „Football Against Racism in Europe, in Africa, in RDC“ und „Autour du Sport nous voulons la paix – for the games we need peace -LISPED“.
(layla mousa)