VIENNA MEETS BALKAN: 7. Internationales FairPlay-Jugendturnier zu Pfingsten in Wien29 Mai 2009

Über 500 Kinder und Jugendliche aus sechs Nationen kicken von 30. Mai bis 1. Juni unter dem Motto „Vienna meets Balkan“ am FavAC-Platz miteinander.

Kids können kicken – und wie! Über 500 Kinder und Jugendliche aus sechs Nationen und mit den unterschiedlichsten Backgrounds sind von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni 2009, zu Gast beim 7. Internationalen FairPlay-Jugendturnier in Wien-Favoriten.

Unter dem Motto „Vienna meets Balkan“ treffen sich fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren am FavAC-Platz, um eine Verbindung zwischen Wiener Nachwuchsteams, den in Wien lebenden MigrantInnen-Gruppen, internationalen Gästen und Teams aus den Nicht-EU-Staaten im Westbalkan zu schaffen, miteinander zu kicken und jede Menge Spaß zu haben. Eines ist klar, neben Deutsch, Ungarisch, Romanes, Türkisch, Rumänisch, Serbisch, Kroatisch und Bosnisch wird hier vor allem eine Sprache gesprochen: die des Fußballs und des respektvollen Miteinanders.

Vorbildfunktion des Fußballs

Christian Oxonitsch, Schirmherr des Turniers und Wiener Sportstadtrat:
Besonders Fußball hat eine wichtige Vorbildfunktion. Der Fußballsport vermittelt zentrale Werte wie Teamfähigkeit, Fairness und Respekt. Diese Werte sollten aber nicht nur in der sportlichen Auseinandersetzung zum Tragen kommen, sondern auch im täglichen Miteinander der Menschen fest verankert sein. Die Geschichte des Wiener Fußballs ist eine Geschichte der Vielfalt, sie erzählt von Menschen unterschiedlichster Herkunft und grenzenloser Fußballbegeisterung. Der internationale FairPlay-Cup und die Diversität der fußballbegeisterten Menschen dieser Stadt schreiben diese Erfolgsgeschichte fort.

Auch die Bezirksvorsteherin von Favoriten, Hermine Mospointner, wünscht allen teilnehmenden Teams ein erfolgreiches Turnier:
Die Anliegen unserer Kinder und Jugendlichen sind mir sehr wichtig. Wir haben viele Sportvereine im Bezirk, für deren intensive Jugendarbeit ich mich bedanke.

FairPlay-Streetkick und zweisprachiges Jugendheft

Heuer macht auch erstmals der FairPlay-Streetkick, welcher bereits bei der WM 2006, der EURO 2004 und 2008 im Einsatz war, auf dem Turniergelände Station. Rund um das Turnier wird es ein umfangreiches Informationsprogramm geben: das druckfrische, zweisprachige FairPlay-Jugendheft wird an die Jugendlichen verteilt, ein Infostand bietet Hintergrundinformationen zu den aktuellen Aktivitäten von der österreichischen Antirassismuskampagne „FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel“ und dem europäischen Netzwerk „Fußball gegen Rassismus in Europa“ (FARE).

Im neuen FairPlay-Jugendheft nehmen die ÖFB-Teamspieler Rubin Okotie und Ümit Korkmaz Stellung zu Integration und Rassismus im Fußball.

Austria Wien Angreifer Rubin Okotie (21):
Es gab immer sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund in meinen Nachwuchsmannschaften. Obwohl Österreicher oft bevorzugt wurden, habe viele dieser Spieler den Sprung geschafft, weil sie mehr Biss gehabt haben.

Eintracht Frankfurt Mittelfeldspieler Ümit Korkmaz (23):
Ich bin in einem Viertel aufgewachsen, wo es viele Migranten gab und habe den Rassismus nicht so sehr zu spüren bekommen, außer ab und zu beim Fußballspiel. Ich fordere Menschen, die rassistische Aussagen tätigen, auf, das zu unterlassen denn es geht auch anders!

Markus Pinter, FairPlay-vidc:
Der 7. Internationale FairPlay-Cup bringt dieses Jahr eine Rekordanzahl von 52 Teams von 28 unterschiedlichen Vereinen aus sechs Ländern zusammen. Neben den Jugendteams Wiener Traditionsvereine war es Dank unserer UnterstützerInnen, allen voran die Stadt Wien und der Bezirk Favoriten, auch möglich, Kinder aus Serbien, Rumänien, Bosnien, Ungarn und Deutschland nach Wien einzuladen. Uns geht es darum, die gemeinsame Freude am Fußballspiel hervorzuheben, die all diese Kinder über Sprachbarrieren hinweg verbindet.

Football Unites Alpe, Adria and the Balkans

Das internationale FairPlay-Jugendturnier findet im Rahmen eines im Jahr 2006 gestarteten Projekts von FairPlay-vidc und dessen Netzwerk FARE sowie dem Balkan Alpe Adria Projekt (BAAP) statt. Bereits im August 2008 veranstalteten FairPlay und BAAP in Kragujevac (Serbien) und Cetinje (Montenegro) ein Jugendturnier mit Teams aus Bosnien und Herzegowina sowie Serbien mit lokalen montenegrinischen Fußballteams. Das sportliche Ereignis wurde zu einem transnationalen Fest gegen Rassismus, Chauvinismus und Nationalismus.

Das 7. Internationale FairPlay-Jugendturnier wird maßgeblich von der Stadt Wien, Bezirk Favoriten, Sportministerium und ÖFB gefördert. Veranstalter und Kooperationspartner sind das Balkan Alpe Adria Project (BAAP) und FairPlay-vidc in Zusammenarbeit mit Partizan Wien und dem Favoritner Verein FavAC, auf dessen Anlage das Kleinfeldturnier ausgespielt wird.