Demonstration rassistischer Fußballfans mit Neofaschisten gegen „ausländische Fußballspieler“ in der ukrainischen Liga17 September 2010

Am 7. September protestierten „Fans“ ukrainischer Fußballklubs gemeinsam mit Aktivisten der Allukrainischen Vereinigung „Swoboda/Freiheit“ (ukrainische Neofaschisten) gegen die Anwesenheit von ausländischen Legionären in den ukrainischen Fußballmannschaften, die Idee der Vereinigung der Fußballmeisterschaften der Ukraine und Russlands und ebenfalls gegen das Verbot von Pyrotechnik in Fußballstadions. Die mögliche Vereinigung der Meisterschaften hatte im April der Präsident des Fußballklubes Dynamo Kiew, Igor Surkis, verkündet. „Die Idee der Vereinigung der Meisterschaften der Ukraine und Russlands wäre eine Idee, die ich unterstützen würde“, erklärte Surkis dabei.

Die etwa fünftausend Teilnehmer der Aktion versammelten sich beim Dynamo-Stadion in Kiew. Transparente zeigend und laut „Der Ukraine – den ukrainischen Fußball!“ und „FFU (Fußballföderation der Ukraine) – Lakaien Moskaus!“ skandierend, bewegte sich die Demonstration in Richtung des Gebäudes der Fußballföderation der Ukraine, wo sie gegen drei anlangten.

Dort wandte sich das Swoboda-Mitglied, der Sportjournalist Igor Miroschnitschenko an sie. „Wir wollen unter unseren Fußballern Ukrainer sehen und keine Brasilianer und andere Ausländer“, sagte Miroschnitschenko durch ein Telefon. Der Vorsitzende der gesellschaftlichen Organisation Ljustrazija/Durchleuchtung und ehemalige Fußballer Oleg Osuchowskij entrüstete sich: „Heute schlägt man vor die Meisterschaften zu vereinen und morgen die Ukraine mit Russland!“.

Die Allukrainische Vereinigung „Swoboda“ ist eine ukrainische rechtspopulistische und ultranationalistische Partei, die in den letzten drei Parlamentswahlen erhebliche Zuwachse verzeichen konnte.