UEFA-Präsident Michel Platini: „Wenn sich ein Spieler rassistisch verhält, werde ich sogar ein oder zwei Jahre Sperre für ihn fordern.“21 Januar 2008

Während er sich darauf vorbereitet, sein erstes Amtsjahr als Präsident der UEFA zu feiern, kommt Michel Platini im Laufe eines Gesprächs mit AFP noch einmal auf die Umsetzung seines Programms zu sprechen. Dem früheren Spielmacher der französischen Nationalmannschaft und des Teams von Juventus Turin liegt vor allem daran, sein Engagement im Kampf gegen Rassismus und Gewalt in den Stadien erneut zu mit Nachdruck deutlich zu machen:
„Wir werden im Kampf gegen die Gewalt im Fußball den französischen Vorsitz nutzen, um die Einführung einer europäischen Sportpolizei zu forcieren. Für den 5. Februar ist ein Treffen mit dem Kabinett der französischen Innenministerin Michèle Alliot-Marie vorgesehen, von dem wir uns eine starke Unterstützung für die Einrichtung der Sportpolizei und eine bessere Koordination bei grenzübergreifenden Einsätzen versprechen. In unserem Kampf gegen den Rassismus arbeiten wir weiter mit Erziehungsprogrammen und werden bei der Europameisterschaft 2008 eine Kampagne zu diesem Thema durchführen. Auf dem Platz herrscht jetzt nur noch null Toleranz. Wenn sich ein Spieler rassistisch verhält, werde ich sogar so weit gehen, für ihn ein oder zwei Jahre Sperre bei unseren Veranstaltungen zu fordern – auch wenn unser UEFA-Gericht unabhängig ist.“ Zu den guten Vorsätzen des europäischen Fußballs für das Jahr 2008 gehören für Michel Platini „Respekt gegenüber allen Akteuren – Spielern, Zuschauern und Schiedsrichtern gleichermaßen.“