Rassistische Vorfälle bei UEFA-Wettbwerben24 August 2007

Während UEFA – Wettbewerbsspielen kam es in den vergangenen Wochen zu einigen rassistischen Vorfällen. Diese werden zur Zeit von der UEFA – Disziplinarkommission untersucht. Unsere Politik gegenüber Rassismus heißt null Toleranz, sagte UEFA-Kommunikationsdirektor William Gaillard. Man wolle aber erst den Bericht der UEFA-Delegation abwarten, hieß es weiter. Unterdessen ergreift einer der betroffenen Clubs, Valerenga Oslo, die Initiative.

Ekrana – Valerenga Oslo (UEFA – Cup Quali)

Während des UEFA-Cup Qualifikationsspieles Ekrana (Litauen) – Valerenga Oslo waren die Norwegischen Spieler Freddy Dos Santos und Glenn Roberts massiv von heimischen Zuschauern rassistisch beschimpft worden. Freddy Dos Santos, der 2006 für seine anti-rassistische Arbeit vom FARE-Partner Show Racism the Red Card Norway einen Preis bekam, machte den Schiedsrichgter drauf aufmerksam, dieser wollte allerdings nichts bemerkt haben. Valerenga hat bei der UEFA inzwischen Beschwerde eingelegt. Nach norwegischen Zeitungsangaben hat sich Valerenga nun dazu entschlossen den Gewinn aus den Einnahmen des Rückspieles FARE und dem Kampf gegen Rassismus im europäischen Fussball zu spenden. Des weiteren haben alle Kinder und Jugendliche, die zum Spiel eine Zeichnung gegen Rassismus mitbringen, freien Eintritt. Valerenga ist seit Jahren Vorreiter im Kampf gegen Rassismus im Norwegischen Fussball.

FK Zeta Golubovci – Glasgow Rangers (Champions League – Quali)
Beim Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen dem FK Zeta Golubovci aus Montenegro und dem schottischen Vizemeister Glasgow Rangers wurden die beiden schwarzen Rangers-Spieler DaMarcus Beasley und Jean-Claude Dercheville wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt. Es handle sich zwar nur um eine Minderheit, so Beasley, aber du hörst es immer noch in Spanien. In Belgrad kam es vor. In Montenegro und auch in Holland. Aber nicht in Schottland.

Lazio Rom – Dynamo Bukarest (UEFA-Cup Quali),

Während des Spieles Lazio Rom – Dynamo Bukarest gab es zum wiederholten Male rassistische Sprechchöre römischer Fans gegen gegnerische Spieler. Auch beim Freundschaftsspiel gegen Panathinaikos Athen sollen Lazio-Fans den Senegalesischen Nationalspieler Dame N Doye rassistisch beschimpft und angegriffen haben. Lazio ist in den letzten Jahren schon mehrmals wegen Rassismus seiner Fans durch den europäischen Kontinentalverband bestraft worden.

Serbien – England (U21-EM)

Wegen rassistischer Gesänge seiner Fans muss der serbische Fußball-Verband über 60.000 Euro Strafe zahlen. Das entschied das Berufungsgericht der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Im Spiel der U21-EM zwischen England und Serbien im vergangenen Juni hatten die serbischen Anhänger fremdenfeindliche Parolen gesungen (FARE berichtete) . Gegen das erstinstanzliche Urteil von 25.000 Euro Strafe waren sowohl Serbiens Verband als auch die UEFA in Berufung gegangen.