Faschistengruß von di Canio löst Empörung aus10 Januar 2005

Die Fußballfamilie zeigt sich entsetzt über den Faschistengruß, den Lazios Paolo di Canio nach dem 3:1-Sieg im Stadtderby gegen den AS Rom am 6. Januar 2005 gezeigt hat. Der bekennende Verehrer des ehemaligen italienischen Diktators Benito Mussolini baute sich nach seinem Treffer zum 1:0 mit ausgestrecktem rechten Arm vor den Gästefans auf.

In einer Zeit, in der die europäischen Fußballverbände an die Fans appellieren, mehr Verantwortung zu zeigen, ist es umso enttäuschender, dass ein Spieler eine beleidigende Geste wie diese macht. Der Vorfall hat breite Empörung unter der Bevölkerung und den politischen Parteien in Italien ausgelöst.

Lazio wurde in der Vergangenheit schon mal mit einer Geldstrafe wegen des rassistischen Verhaltens seiner Fans belegt. Sowohl die italienische Polizei als auch der nationale Fußballverband haben bestätigt, dass sie zurzeit Foto- und Videobeweise analysieren, um festzustellen, ob der Vorfall zur Anklage gebracht werden soll.