NRW-Vereine zeigen Rassismus die rote Karte03 Dezember 2003

Mit der Unterstützung von FARE hat die Schalker Fan-Initiative das Unmögliche möglich gemacht, in dem sie führende Vereine aus Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal im Rahmen einer Fotokampagne gegen Rassismus zusammengebracht hat. An einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Kampagne am 2. Dezember 2003 in der Arena AufSchalke nahmen folgende Personen teil:

  • Andreas Müller (Team-Manager, FC Schalke 04),
  • Tom Koster (Pressesprecher, Fortuna Düsseldorf),
  • Michael Fanizadeh (Football Against Racism in Europe) and
  • Dirk Rademacher (1. Vorsitzender der Schalker Fan-Initiative).

Die Vereine FC Schalke 04, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach (Bundesliga), RW Oberhausen, MSV Duisburg, LR Ahlen (2nd Division), SC Paderborn 07, Wuppertaler SV, Wattenscheid 09, Preußen Münster, Eintracht Braunschweig, KFC Uerdingen (Regionalliga), Fortuna Düsseldorf (Oberliga) sowie die Frauenbundesligisten FCR Duisburg und SC Bad Neuenahr nahmen dabei klar Stellung gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt. Auf den Fotos halten die Spieler rote Karten mit der Aufschrift „Show Racism the Red Card“ sowie Mini-Doppelhalter mit dem Logo des antirassistischen Bildungsprojektes der Schalker Fan-Initiative „Dem Ball is' egal, wer ihn tritt“ hoch. Die Schalke-Fans versuchen zurzeit auch andere Vereine zum Mitmachen zu bewegen.

Die Kampagne wurde im Rahmen der von der UEFA unterstützten und von FARE durchgeführten europäischen Aktionswoche gegen Rassismus im Fußball lanciert und hat die englische Kampagne „Show Racism the Red Card“ als Vorbild.

In einem zweiten Schritt wollen die Initiatoren Poster herstellen lassen, die von den an der Aktion teilnehmenden Vereinen im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können. Die Schalker Fan-Initiative sucht allerdings hierfür noch Sponsoren, damit die Poster bei den zahlreichen von FARE und dem Projekt „Dem Ball is’ egal, wer ihn tritt“ organisierten Veranstaltungen an hauptsächlich jugendliche Fußballfans kostenlos verteilt werden können. Die Schalker Fan-Initiative hofft, andere NRW-Vereine für die Kampagne zu gewinnen, damit sie in Zukunft auch bundesweit ausgeweitet werden kann.