Rama Yade, französische Staatssekretärin für Sport, betont ihr Engagement für den Kampf gegen Homophobie im Sport18 Juni 2010

Alain Cayzac, ehemaliger Präsident von Paris Saint-Germain und derzeit Ehrenvorsitzender der FARE-Mitgliedsorganisation Paris Foot Gay, traf Ende Mai im französischen Sportministerium mit Vertretern der französischen Fußball-, Rugby- und Tennisverbände zusammen.
Nach diesem Treffen wurde vom Ministerium ein Aktionsplan gegen Homophobie im Sport vorgestellt.
Dieser ehrgeizige Plan umfasst:
• Ein Dokument, mit dem bei allen Sportlehrern das Bewusstsein für den Kampf gegen Homophobie geschärft werden soll
• Die Unterzeichnung einer Konvention
• Eine Studie über die Realität der Homophobie im Sport
• Die Förderung eines anonymen Sorgentelefons im Sport im Rahmen der Kampagne SOS Homophobia
• Die Organisation der nächsten FARE- (Fußball gegen Rassismus in Europa) Konferenz gegen Homophobie 2011 in Paris
• Die Anregung zur Unterzeichnung einer Charta gegen Homophobie im Sport an alle Sportverbände

Das FARE-Netzwerk und Paris Foot Gay begrüßen diesen ehrgeizigen Aktionsplan.
Die 3. FARE-Konferenz gegen Homophobie wird in Paris stattfinden
Die Aktion begann während des ersten FARE LGBT Football Supporters Congress im Januar 2009 in Barcelona, bei dem Vertreter aus der LGBT-Community ganz Europas zusammenkamen, um weitere Schritte im Kampf gegen die Homophobie zu erörtern. Das erfolgreiche Zusammentreffen in Barcelona war der Auftakt zu einer Serie von Konferenzen gegen Homophobie im Sport, insbesondere im Fußball. 2010 fand die zweite FARE-Konferenz gegen Homophobie in Berlin statt, dort berichteten einige Teilnehmer, dass sie in ihren Ländern immer noch mit massiven Schwierigkeiten und Diskriminierungen zu kämpfen haben. Alle Konferenzen wurden von der FARE-Partnerorganisation EGLSF und der jeweiligen örtlichen LGBT-Community organisiert.
Rama Yade hat sich nun bereiterklärt, die dritte FARE-Konferenz gegen Homophobie 2011 in Paris zu organisieren. Dies ist ein weiterer, ermutigender Schritt nach vorne für FARE und die LGBT-Sportcommunity.