17.Mai: Aktionstag gegen Homophobie in den Stadien07 Mai 2009

Artikel: Die französische Profiliga LFP und Paris Foot Gay (PFG) bündeln ihre Kräfte anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie am 17. Mai. Zum ersten Mal haben die französischen Profifußballer eine landesweite Kampagne gestartet, um ihr Engagement im Kampf gegen Vorurteile zu demonstrieren.

Am 36. Spieltag der 1. Liga finden in den Stadien verschiedene Aktionen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit statt: in den Stadien Parc des Princes (Paris Saint-Germain), Geoffroy Guichard (Saint-Etienne) und Louis II (Monaco) wird am 16. Mai vor den Spielen des Abends auf Großbild-Leinwänden ein von So Film gedrehtes und von der französischen Profiliga mitfinanziertes Video gezeigt.

Paris Saint-Germain ist seit langem Partner von Paris Foot Gay und hat als erster Verein 2004 die Charta gegen Homophobie unterzeichnet. Diese Führungsrolle im Kampf gegen Homophobie unterstreicht der Verein auch dieses Mal. So hat er für die Partie gegen Auxerre am Samstag, den 16. Mai um 21 Uhr mehrere Aktionen vorbereitet. Die Spieler beider Mannschaften posieren vor dem Anpfiff vor einem Transparent “Rote Karte für Homophobie”, das Video wird mehrmals gezeigt, und die Fans in der PSG-Kurve organisieren eine „Rote Karte“-Choreo. Zuvor findet um 19.00 Uhr zum Auftakt ein Spiel des PFG gegen Variétés Club de France statt.

Die Vereine von Auxerre, Monaco, Nizza und Saint-Etienne haben sich überdies der Initiative von PSG und der Profiliga angeschlossen und werden für die kommende Saison die Charta gegen Homophobie unterzeichnen.

Dieser neunte nationale Tag gegen Homophobie stellt somit einen Wendepunkt dar. Noch nie zuvor konnten die Profifußballer derart mobilisiert werden. Paris Foot Gay hofft, dass andere Vereine folgen und in der nächsten Saison diesen Kampf unterstützen.

Paris Foot Gay ist der französischen Profiliga für ihre logistische und finanzielle Unterstützung sehr dankbar, ohne die es diese Kampagne zur Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit nie gegeben hätte.