Fußball gegen Nationalismus, Rassismus und Diskriminierung14 Mai 2008

Interkulturelles Jugendturnier von 10. bis 12. Mai 2008 in Wien.

Nationalismus und Vorurteile überwinden sowie Rassimus die rote Karte zeigen, das sind die Ziele eines interkulturellen Jugendturniers, das von von 10. bis 12. Mai 2008 in der Jugendsportanlage Venediger Au 11 im Wiener Prater ausgetragen wurde. Das Turnier wurde anlässlich des 6. Wiener FairPlay-Cups von FARE Parnter FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel organisiert und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt.

Toleranz durch Dialog

Das Aufeinandertreffen der sechs Gästeteams – Jahrgang 1995 – aus Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina und Mannschaften aus Österreich mit teilweise migrantischem Hintergrund stand also nicht in erster Linie im Zeichen des sportlichen Wettkampfs. Vielmehr sollten über das gemeinsame Spiel interkultureller Dialog, Toleranz und der Austausch mit den Nachbarn auf dem Westbalkan gefördert werden. Für die Jugendlichen ist es häufig der erste Kontakt mit Gleichaltrigen aus anderen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens. Denn so selbstverständlich die Kontakte früher waren, heute gibt es kaum interethnische Kooperationsprojekte und wenn, dann kaum um Nationalismus und Vorurteile zu überwinden.

Information für Spieler und Publikum

Rund um das Wiener Jugendturnier gab es für Spieler und Publikum ein breites Informationsangebot: So wurde etwa das druckfrische FairPlay-Jugendheft präsentiert, und an einem Informationsstand konnten sich Interessierte über die aktuellen Aktivitäten von FairPlay und dessen PartnerInnen sowie über die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit informieren.

Football Unites Alpe, Adria and the Balkans

Der 6. Wiener FairPlay-Cup fand im Rahmen eines im Jahr 2006 gestarteten Projekts von FairPlay und des Netzwerkes FARE – Football Against Racism in Europe sowie dem Balkan Alpe Adria Projekt (BAAP) statt. Bereits im August 2007 veranstaltete FairPlay in Sarajevo ein Jugendturnier mit Teams aus Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro. Das sportliche Ereignis wurde zu einem transnationalen Fest gegen Rassismus, Chauvinismus und Intoleranz.

Dieses Jahr bildet den Höhepunkt ein Jugendcamp im montenegrinischen Cetinj. Im August kommen dort Teams aus Bosnien und Herzegowina sowie Serbien mit lokalen montenegrinischen Fußballteams zusammen, um Möglichkeiten für ein friedliches Zusammenleben auf dem Balkan zu entwickeln.

Teilnehmende Teams:
Internationale Gäste: FK Cetine (Montenegro), Auswahl der Stadt Mostar (Bosnien & Herzegowina), FK Zarkovo (Serbien), FK Beograd (Serbien), FK Kragujevac (Serbien), FK Pozerevac (Serbien)
Aus Österreich: Kroatische Auswahl, Roma Auswahl, Türkische Auswahl, FairPlay-Team, Maccabi Wien, 1. SSC Simmering, IC Favoriten