FIFA nimmt Stellung zu rassistischen Vorfällen in Spanien18 November 2004

Der Weltfußballverband FIFA hat zu den schrecklichen rassistischen Schmährufen beim Freundschaftsspiel zwischen Spanien und England inzwischen Stellung genommen. Bei dem Spiel, das in die Zuständigkeit der FIFA fiel, fielen viele spanische Zuschauer durch Kundgabe rassistischer Gesinnung gegenüber englischen Nationalspielern auf.

Die Stellungnahme auf der FIFA-Website lautet wie folgt:
“ Die FIFA ist besorgt über die jüngste Zunahme rassistischer Vorkommnisse im Fußball und verurteilt diese Auswüchse. Im Falle der Freundschaftsspiele zwischen Spanien und England, die in ihre Zuständigkeit fallen, wird die FIFA eine Untersuchung einleiten. Die FIFA wird auch eine Stellungnahme seitens des spanischen Fußballverbandes einfordern, um die Geschehnisse zu untersuchen und abzuklären, inwieweit Verstöße gegen die Statuten, Reglemente und den Ethik-Kodex der FIFA vorliegen.“

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter forderte die Weltfußballfamilie und die Gesellschaft allgemein dazu auf, Rassismus in jeglicher Form abzulehnen:
“ Rassismus und Diskriminierung haben in unserem Sport keinen Platz. Vielmehr ist der Fußball dazu da, genau in dieser Hinsicht Brücken zu schlagen und Verständnis zu schaffen. Die Welt von heute ist von Konflikten geprägt, die auf Rassismus und Diskriminierung zurückzuführen sind. Der Fußball verfügt über eine positive Ausstrahlung, die zur Bekämpfung dieser Übel genutzt werden muss.“

Kampf gegen Rassismus
Bereits im Juli 2001 führte die FIFA einen Außerordentlichen Kongress zum Thema Rassismus im Fußball in Buenos Aires durch, bei dem weitreichende Beschlüsse verabschiedet wurden.

Wann immer sich solche Vorfälle bei Spielen ereignen, die in den Zuständigkeitsbereich der UEFA fallen, werden schnell Bußgelder oder sonstige Sanktionen gegen die betroffenen Vereine oder Verbände verhängt. Mit diesen Geldern unterstützt die UEFA antirassistische Initiativen wie das FARE-Netzwerk. Es steht noch nicht fest, ob die FIFA ähnliche Sanktionen gegen Spanien erheben wird.