FARE veranstaltet Integrationskonferenz in Paris16 Mai 2007

Insgesamt 150 Vertreter von nichtstaatlichen Organisationen, Migrantengruppen, Fan-Initiativen, Fußballvereinen und Verbänden – wie z.B. der UEFA – nehmen am kommenden Wochenende (19./20.05) an der vom FARE-Netzwerk veranstalteten Konferenz 'Fußball, Ethnische Minderheiten und Gleichberechtigung' teil.
Schwerpunktsthemen der Konferenz sind unter anderem die Teilhabe von Zuwanderern und Menschen mit migrantischem Hintergrund am Fußball als Fans, die Ausbeutung junger afrikanischer Spieler bei europäischen Vereinen sowie die Rolle des Fußballs bei der Integration von Migranten in der europäischen Gesellschaft. Außerdem beleuchtet wird die laufende Projektarbeit zur Einbeziehung von Minderheiten im Fußball.

Die Konferenz wird vom französischen FARE-Partner „LICRA“ in Zusammenarbeit mit dem Französischen Fußballverband (FFF) sowie dem französischen Spitzenclub Paris Saint-Germain veranstaltet. Die internationale Zusammenkunft mit Teilnehmern aus mehr als 20 europäischen Ländern findet am 19./20 Mai am neuen Hauptsitz des FFF im 15. Pariser Arrondissement statt.

Piara Powar, Direktor des britischen FARE-Partners „Kick It Out“, sagte:
„Wir hoffen, dass die Konferenz als Plattform für ausgegrenzte Gruppen dienen und das Bewusstsein für die Probleme, mit denen sie im Fußball konfrontiert werden, schärfen kann.

„Viele der Teilnehmer nutzen Fußball als Instrument zur positiven Veränderung der Lebensqualität von Menschen aus ethnischen Minderheiten. Es ist daher ungeheuer wichtig, dass wir diese Prozesse unterstützen und alles in unsere Macht stehende tun, damit unser Sport möglichst niemanden ausgrenzt“.

Carine Bloch, Vize-Präsidentin von LICRA und Mitveranstalterin der Konferenz meinte:
„Diese Veranstaltung bietet uns die Möglichkeit, den Schwerpunkt auf Fragen des Rassismus im Fußball sowohl im Amateur- als auch im Profibereich, wie z.B. die illegale Vermittlung von jungen afrikanischen Spielern nach Europa, zu legen.
Darüber hinaus bietet sie den Basisgruppen von FARE und den europäischen Verbänden eine gute Gelegenheit zum Aufzeigen und Austausch von empfehlenswerten Arbeitsmethoden. Mit dieser Konferenz wollen wir neue Ideen bezüglich der multikulturellen Mischgesellschaft sowie zur Schaffung einer echten Gleichberechtigung im Fußball in den kommenden Jahren entwickeln“.

Redner beim Eröffnungsplenum sind: UEFA-Kommunikationsdirektor William Gaillard, Fernand Duchaussoy, Präsident der Französischen Amateurliga und ehemaliger Nationalspieler sowie Luc Sonor von der französischen Spielergewerkschaft. Auch dabei sind Anthony Baffoe, ehemaliger Profi beim FC Metz sowie ghanaischer Nationalspieler, Bernard Caiazzo Präsident von St. Etienne, PSG-Trainer Paul Le Guen sowie Pedro Velazquez, Stellvertretender Leiter der Abteilung Sport, Generaldirektion für Bildung und Kultur, Europäische Kommission.

Die bisherigen Basiskonferenzen des FARE-Netzwerkes fanden bei Sheffield United FC (2003), FC Schalke 04 (2004) und ASK Inter Bratislava (2005) statt.