Fans und Spieler wehren sich gegen Hitlergedenken durch Rassisten in den Stadien24 April 2008

Im vergangenen Jahr hielten Fans von Slovan Bratislava ein riesiges Transparent mit der Aufschrift 'Alles Gute Adi' und einem Smiley mit den Gesichtszügen von Adolf Hitler in die Höhe, um an den Geburtstag von Hitler am 20. April zu erinnern. In diesem Jahr wurde FARE von drei Fällen dieser Art Neo-Nazi-Folklore berichtet.

In Österreich wurde während der Halbzeit eines Ligaspiels am 20. April, als Rapid Wien sich die Meisterschaft sicherte, ein Transparent mit „Alles Gute 18“ gezeigt, das jedoch von den Ultras Rapid unverzüglich beseitigt und vernichtet wurde.

Ein nahezu identischer Fall ereignete sich am 20. April in Dänemark, als AGF Århus gegen Lyngby spielte. Mitglieder der rechtsextremen Ultra White Pride Gruppierung versammelten sich während des Spiels, um Hitlers Geburtstag zu begehen, indem sie von den Rängen des Århus Stadions ein großes Gedenkbanner herunterhängen ließen.

Wenn das Banner mit den Worten 'Alles Gute 18' auch nicht unmittelbar als rassistisch identifizierbar war, so trug es doch den allgemein bekannten Code von Hitlers Initialen nach ihren Nummern im Alphabet. Einem Pressebericht von Ultra White Pride zufolge sollte das Banner als eine 'Hommage an den unbeirrbarsten und patriotischsten Politiker, den die Welt je gesehen hat', verstanden werden.

Darüber hinaus gab die Gruppierung an, dass dieses Feiern eine direkte Reaktion gegen die 'rote Propaganda, die von der AGF in den Stadien angezettelt und durchgeführt wird' gewesen sei.

Die Gruppierung warf der AGF vor, trotz des vom Verein in der Stadionordnung festgelegten Verbots politischer Aktivitäten eine 'groteske Anti-Rassismus-Kampagne' geführt zu haben.

Bei einem weiteren Zwischenfall in Dänemark ‘feierten’ zwischen 5 und 10 Anhänger des Clubs Silkeborg IF den Geburtstag des faschistischen Diktators mit einer selbstgebastelten Hakenkreuzflagge bei dem Zweitligaspiel gegen Nykøbing Falster Alliance. Nach dem Spiel wurde von der Gruppierung versucht, zwei Spieler von NFA, Christian Emil Petersen und Clement Kafwafwa, anzugreifen.

Alle Spieler von Silkeborg IF nutzen nun den Tag der Arbeit (1. Mai), um den Rassismus zu bekämpfen. Bei der örtlichen Kundgebung der Gewerkschaften werden alle Spieler auf die Bühne treten, um dem Rassismus die rote Karte zu zeigen und sich gegen ihn auszusprechen.

Der Kapitän und ehemalige Nationalspieler Steven Lüstu sagt dazu:

„Zwischenfälle wie jene in Århus und Nykøbing sind eine Schande, die für uns nicht akzeptabel ist. Am 1. Mai wird die Mannschaft zusammen die Initiative ergreifen, um diesen Rassisten, die leider in unserer Gesellschaft existieren, die Stirn zu bieten.“