Europäische Top-Ligen beteiligen sich an der FARE-Aktionswoche19 Oktober 2009

Michel Platini bekräftigt “Die UEFA ist unerschütterlich in ihren Bemühungen, jegliche Art von Diskriminierung bei Fußballspielen in Europa zu bekämpfen”

In dieser Woche finden in ganz Europa wieder Begegnungen der UEFA Champions League und der UEFA Europa League statt. Dabei wird der Kampf gegen Rassismus den Fokus in den Stadien des gesamten Kontinents bilden, da die UEFA der letzte Woche gestarteten größten Antirassismuskampagne Europas ihre volle Unterstützung bietet.

Die UEFA ist seit der Unterzeichnung einer förmlichen Vereinbarung im Jahre 2001 ein zentraler Unterstützer des Netzwerks „Fußball gegen Rassismus in Europa“ (FARE). Im Laufe der Zusammenarbeit wuchs die Anzahl und Größe der antirassistischen Aktivitäten bei europäischen Spielen. Europas Fußballverband verfolgt sowohl auf als auch außerhalb des Platzes eine Nulltoleranzpolitik gegen Rassismus, und bestraft jene, die sich eines solchen Verhaltens schuldig machen, mit Disziplinarmaßnahmen.

UEFA-Präsident Michel Platini über seine Unterstützung der Aktivitäten, die in der nächsten Wochen bei den europäischen Begegnungen stattfinden werden:
Die UEFA ist unerschütterlich in ihren Bemühungen, jegliche Art von Diskriminierung bei Fußballspielen in Europa zu bekämpfen, sowohl auf als auch außerhalb des Platzes. Deshalb freue ich mich, die Aktivitäten in der nächsten Woche, die wir zusammen mit unserem Partner FARE durchführen, unterstützen zu können. Damit wollen wir den Zuschauern in den Stadien und den Fans zu Hause zeigen, dass wir gemeinsam gegen Rassismus eintreten.

In diesem Jahr sind alle 16 Begegnungen des 3. Spieltags der UEFA Champions League (20. und 21. Oktober) sowie erstmalig alle 24 Spiele der UEFA Europaliga (22. Oktober) der FARE-Aktionswoche gewidmet. Es wird Lautsprecherdurchsagen zur Unterstützung der Initiative geben, Großbildleinwände – wenn vorhanden – werden das „Unite Against Racism“-Logo und vor dem Spiel und während der Halbzeit einen 30-sekündigen Spot „No to Racism“ zeigen. Es werden Poster der FARE-Aktionswoche zur Verbreitung in den Vereinen bereitgestellt, und in den Stadionheften wird eine Seite für eine RESPECT-Anzeige zur Verfügung gestellt.

Auf dem Rasen werden die 22 Kinder, die die Spielereskorte bilden, wie auch die dreiköpfige Schiedsrichtereskorte T-Shirts mit der Aufschrift „Unite against Racism“ tragen, während der Überbringer des Spielballs ein RESPECT-T-Shirt tragen wird. Zu guter letzt sind die Kapitäne aufgerufen, die blau-gelbe Binde mit der Aufschrift „Unite Against Racism“ zu tragen.

“No to Racism” Bandenwerbung
Darüber hinaus werden beim Spiel von CSKA Moskau gegen Manchester United große Bandendisplays die Botschaft “No to Racism” im Stadion verbreiten. Seit Beginn der Spielzeit zeigen die beiden russischen UEFA Champions League-Klubs CSKA Moskau und Rubin Kazan das antirassistische Motto bei ihren Heimspielen, weil Werbung für alkoholische Getränke in russischen Fußballstadien verboten ist. Die UEFA hat sich auch deshalb für die “No to racism” Bandenwerbung entschieden, um die neuen Rassismusbestimmungen zu unterstreichen, die den Schiedsrichtern mehr Befugnisse zur Unterbindung rassistischer Gesänge oder anderen diskriminierenden Verhaltens geben.

Im Rahmen der 10. FARE-Aktionswoche (15. – 27. Oktober), die vom FARE-Netzwerk organisiert und von der UEFA unterstützt wird, finden rund 1.000 Initiativen von Aktivisten, Fans, Klubs, nationalen Verbänden, Gruppen ethnischer Minderheiten und Jugendgruppen in ganz Europa statt. Die FARE-Aktionswoche fand erstmals in der Saison 2001/2002 mit Initiativen in 9 Ländern statt, zu ihrem 10. Jubiläum wirken nunmehr 40 verschiedene Länder mit.

Eine vollständige Liste der europäischen Aktivitäten kann hier abgerufen werden.