Vereint gegen den Rassismus26 Januar 2006

Bei der kommenden Anti-Rassismus-Konferenz in Barcelona am 1. Februar trifft sich die europäische Fußball-Familie, um gemeinsam ein wichtiges Zeichen gegen Intoleranz und Diskriminierung im Fußball zu setzen.

Veranstaltung im Camp Nou

Die zweite Konferenz „Unite Against Racism“ („Vereint gegen Rassismus“) im Camp Nou wird von der UEFA in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Football Against Racism in Europe („Fußball gegen Rassismus in Europa“ – FARE), dem Spanischen Fußballverband (RFEF) und dem FC Barcelona ausgerichtet. Zu dieser Veranstaltung werden Spitzenspieler, Berühmtheiten aus der Fußballwelt sowie spanische und europäische Vertreter von politischen Institutionen und Abgeordnete aus den 52 UEFA-Mitgliedsverbänden kommen. Bereits im Frühjahr 2003 fand an der Stamford Bridge von Chelsea FC eine ähnliche Konferenz mit riesigem Erfolg statt.

Eingeladene Redner

Die UEFA erklärte am Dienstag, dass zu dieser Konferenz unter anderem
folgende Personen eingeladen wurde: UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson, Daniella Conti (FARE), der frühere Chelsea FC-Verteidiger Paul Elliott, der ein besonderer Berater der britischen Kommission für Rassistische Gleichstellung ist, Vertreter des Europarats sowie der europäischen Kommission, des europäischen Parlaments; der spanischen Regierung und der Generalitat de Catalunya, Charlie Brooks von der Kampagne „Stand Up Speak Up“, und der ehemalige ghanaische Nationalspieler Anthony Baffoe. Die komplette Teilnehmerliste und die wichtigsten Redner werden kurz vor der Veranstaltung bekannt gegeben.

Kein Platz in der Gesellschaft

In seinem Grußwort der Konferenz erklärte UEFA-Präsident Lennart Johansson:
Rassismus ist ohne Frage eine der verachtungswürdigsten Formen von
Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen. Er hat keinen Platz in unserer
Gesellschaft, und genauso wenig im Sport, wie etwa im Fußball. Denn dort
sind alle Mitglieder eines Teams gleich wichtig, wenn es gilt, ein gutes
Ergebnis zu erzielen.

Unterstützung von FARE

Die UEFA hat beschlossen, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um dieses Übel aus dem Fußball zu verbannen. Dabei können wir auf die Unterstützung von ähnlich denkenden Organisationen wie FARE bauen, mit der wir bereits einige Jahre zusammenarbeiten.

Wichtige Gelegenheit

Diese Konferenz ist eine wichtige Gelegenheit für uns, um den besten Weg zu finden, unseren Sport frei von Rassismus und Diskriminierung zu machen,
fügte FARE-Sprecher Piara Powar, Direktor der britischen
Anti-Rassismus-Organisation Kick It Out, hinzu.

Lücke schließen

Wir freuen uns sehr über unsere enge Verbindung zur UEFA, die die Rolle als proaktiver Dachverband angenommen hat, so Powar weiter. Doch auf nationaler Ebene entziehen sich noch einige Funktionäre diesen Initiativen, oder sie verstehen nicht, was zu tun ist. Eines unserer Ziele ist, diese Lücke an Unwissenheit zu schließen.