Kongress der europäischen Fußballfans soll im Emirates-Stadion ins Leben gerufen werden30 Mai 2008

Nach der Euro 2008 werden am 6. Juli 2008 Fußballanhänger aus ganz Europa zum ersten Kongress der europäischen Fußballfans im Emirates-Stadion des Londoner Fußballklubs Arsenal zusammenkommen.

Vom Netzwerk Football Supporters International (FSI) werden letzte Vorbereitungen für den Kongress getroffen. Über 250 Fußballanhänger aus 27 Ländern haben ihre Teilnahme an der ausverkauften Veranstaltung zugesagt, die von der UEFA mitunterstützt wird.

Neben Sitzungen über Fankultur, Polizeiarbeit, Antidiskriminierung, Kartenverkauf und Vereinseigentümerschaft wird die Veranstaltung auch eine internationale Podiumsdiskussion abhalten. Die Veranstaltung hat zum Ziel, eine Plattform für Diskussionen und eine starke Stimme für Fußballanhänger aus ganz Europa zu bieten, sowie die Bildung eines unabhängigen, repräsentativen und demokratisch organisierten europäischen Netzwerks von Fußballanhängern zu starten, welches über diesen ersten Fankongress etabliert werden soll.

In der nächsten Woche beginnt die Euro 2008, und in den Gastgeberländern Österreich und Schweiz wird die Ankunft von über einer Million Fans erwartet, die Teil des vierwöchigen Fußballfests sein wollen. Diese Fans werden bei dem Turnier von der Öffentlichkeit wie auch von den Medien wieder genau unter die Lupe genommen. Unter anderem soll der Kongress der europäischen Fußballfans Fans die Gelegenheit geben, ihre Meinungen zu ihren Erfahrungen bei Euro 2008 wiederzugeben, egal ob sie positiv oder negativ sind, und eine Fan-Vision für die zukünftige Organisation von Turnieren bieten.

Außer dieser Arbeit nach dem Turnier wird FSI versuchen sicherzustellen, dass alle Fans eine positive Euro 2008 in Komfort und Sicherheit erleben, indem sie erneut Fan-Botschaftsdienste ausüben wird, die den aus allen Ecken der Welt herangereisten Fans unschätzbare Hilfe und Information bieten. Diese Arbeit wird von einer Reihe von Antirassismus-Aktionen ergänzt, die innerhalb und außerhalb von Stadien in Österreich und der Schweiz stattfinden sollen und von Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) mitkoordiniert werden.

Daniela Wurbs, FSI-Beauftragte für internationale Entwicklung, sagte:

„Im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte haben Fans aus ganz Europa festgestellt, dass es eine wertvolle Stärke sein kann, vereint zu sein, und dass wir die Fußball-Regulierungsbehörden engagieren können, wenn wir uns laut und deutlich äußern. Fußballfans mögen in verschiedenen Ländern leben und verschiedene Teams unterstützen, doch als Fußballfans werden wir mit vielen Problemen konfrontiert, die wir gemeinsam haben.“

„Unsere Veranstaltung wird nicht nur Überlegungen über die Euro 2008 anstellen, sondern auch Fans aus ganz Europa bitten, ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste in ihrer Gesamtheit mitzuteilen. Werden wahre Fans in ganz Europe mit zu hohen Preisen konfrontiert, oder ist das nur ein englisches Problem? Wann werden Fans durch polizeiliches Vorgehen bei Spielen kriminalisiert? Wie können Fans dazu ermutigt werden, sich selbst zu kontrollieren und europaweit an Antirassismus-Initiativen teilzunehmen? Unserer Meinung nach sind dies einige der Fragen, mit denen sich Fußballfans beschäftigen sollten.“

Alle Delegiertenplätze sind jetzt vergeben, doch Journalisten sind immer noch willkommen. Weitere Informationen, auch über Zulassungen, erhalten Sie über die folgenden Kontaktadressen.

Weitere Informationen: www.footballsupportersinternational.com

Kontakt: Daniela Wurbs, FSI-Koordination: dani.wurbs@fsf.org.uk oder +44 75 078 54 686