Europa vereint im Kampf gegen Diskriminierung im Fussball14 Oktober 2011

Wir sind alle „Football People“ lautet die Botschaft
Bereits Anfang der Woche haben die „Football People“-Aktionswochen begonnen. Den Schwerpunkt dieser Initiative bilden Fußballaktivitäten sowie die Übermittlung von Botschaften auf höchster Fußballebene in Italien, in der Slowakei sowie seitens der UEFA.
An diesem Wochenende nimmt die Initiative mit einer Reihe von Aktionen Fahrt auf, in der nächsten Woche sind dann mehr als 40 Länder beteiligt.
In den Straßen von Stolac in Bosnien-Herzegowina, Haskovo in Bulgarien und Cadiz in Spanien haben die Aktivitäten mit jungen Menschen und Fußballfans begonnen. „Wir sind jung, wir sind anders, wir sind Football People“ lautete die Botschaft von ethnischen Minderheiten anlässlich eines von der Hope Association in Haskovo organisierten Events.
In Italien demonstrierten die beiden Jungnationalspieler Giuseppe Rossi und Claudio Marchisio ihre Unterstützung der Aktionswochen, während sich die Azzuri auf die Euro-Qualifikationsbegegnung gegen Nordirland in Pescara vorbereitete.
In der Slowakei nahmen die Nationalspieler Karim Guede und Filip Sebo gemeinsam mit Ludia prodi razismu an einer Pressekonferenz in Bratislava teil und machten sich somit zu Botschaftern der Kampagne.
Grußwort von Platini
Auch das europäische Fußballoberhaupt, UEFA-Präsident Michel Platini, bot seine Unterstützung an: „Ich bin stolz, Teil der „Football People“-Kampagne zu sein, die die Bestrebung der UEFA unterstreicht, gemeinsam mit dem FARE-Netzwerk seit über 10 Jahren gegen Diskriminierung im Fußball anzukämpfen.
„Wir haben gemeinsam mit dem FARE-Netzwerk eine der Säulen im europäischen Fußball geschaffen und werden auch weiterhin für den Respekt der Vielfältigkeit im Spiel kämpfen.“
Die Aktionswochen umfassen Aktionen von Fans, Fangruppierungen, Spielern, Vereinen, nationalen Verbänden und lokalen Behörden, um ihre gemeinsame Haltung gegen Diskriminierung zum Ausdruck zu bringen und die Diversität im Fußball auf europäischer Ebene zu feiern.
Zu den von den Mitgliedern des FARE-Netzwerks organisierten Aktionen gehören Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Fanchoreographien, Fußballturniere und erstmals auch ein so genannter Flash Mob. Alle Aktivitäten haben das Ziel, Ausschließung zu bekämpfen und eine Botschaft gegen Diskriminierung auszusenden.
Kick-off-Aktivitäten
In Bosnien-Herzegowina hat die Orhideja Stolac Association in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Stolac ein Jugendturnier organisiert, bei dem zahlreiche junge Menschen zusammenkamen. In Stolac gehen Kinder aus der kroatischen und muslimischen Gemeinschaft in getrennte Schulen und nehmen nur selten an gemeinsamen Aktivitäten teil.
Die Hope Association in Haskovo, Bulgarien, hat eine Reihe von Aktivitäten einschließlich einer Ausstellung und eines Fußballturniers für 11-14 jährige Kinder aus Minderheiten unter dem Slogan „Wir sind jung, wir sind anders, wir sind Football People“ auf die Beine gestellt.
In der andalusischen Stadt Cadiz in Spanien hat Colectivo CEPA die Vorbereitungen für eine Choreographie im Carranza Stadium aufgenommen und ein Street Soccer Turnier an öffentlichen Stätten durchgeführt.
Highlights am Wochenende
Zu den Highlights der Aktionen an diesem Wochenende zählen diverse Aktivitäten anlässlich zahlreicher Spitzenspiele in Österreich, England, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Polen, Schottland, in der Schweiz und in der Slowakei sowie in Spanien und Wales.
Auf Breitenfußballebene finden Aktivitäten zur Unterstützung der Roma in ganz Ost- und Mitteleuropa statt, in deren Mittelpunkt ebenfalls ethnische und nationale Minderheiten und deren Platz innerhalb des Fußballsports stehen.
Weitere Highlights:
• In Polen wird die Vereinigung von Ex-Profispielern gemeinsam mit der Never Again Association und dem polnischen Außenministerium ein Event unter dem Motto „Polen für Alle“ für junge Menschen durchführen.
• Das Politikzentrum wird einen Flash Mob mit den Einwohnern Bukarests durchführen, in dessen Rahmen ein legendäres Spiel der rumänischen Nationalelf der 80er Jahre nachgestellt werden soll, um die Rolle von ethnischen Minderheiten für die Entwicklung des Fußballs hervorzuheben.
• Zusätzlich zu den vom Fanclub White Angels des NK Zagreb in Kroatien organisierten Aktivitäten wird das BAAP-Projekt auf dem Balkan Aktivitäten in Mazedonien und Serbien unterstützen.
• In England, Kroatien, Mazedonien, Frankreich und Deutschland werden Aktionen gegen Homophobie gestartet.
• In Malaga, Spanien, findet eine von der Foundacion ExtraTime organisierte Spitzenkonferenz zum Thema Inklusion und Erziehung statt, an der unter anderem Nationaltrainer Vincent Del Bosque, Freddie Kanoute und der Präsident des spanischen Fußballverbands Villar Ilona teilnehmen werden.
Die Spiele der UEFA Champions League und der UEFA Europa League in der kommenden Woche (18./19. bzw. 20. Oktober) stehen ebenfalls unter dem Motto der Aktionswochen. So werden bei 40 internationalen Begegnungen Aktivitäten durchgeführt.