Tschechischer Nationalspieler wegen Hitlergruß mit Geldstrafe belegt08 September 2007

Der tschechische Fußballverband belegte Pavel Horvath, Mittelfeldspieler von Sparta Prag und tschechischer Nationalspieler, mit einer Geldstrafe, da er während des Spiels Sparta – Viktoria Zizkov den Hitlergruß benutzte.

Der Spieler muss ca. 7.000 Euro dafür bezahlen, dass er während des Punktspiels am 25. August wiederholt seine rechte Hand in Richtung der Fans erhob. Die Handbewegung glich dem Nazigruß „Sieg Heil“.

Der Disziplinarausschuss holte vor seiner Beschlussfassung am Donnerstagabend die Meinung eines Experten ein.

Mit Hilfe der Meinung eines Experten haben wir uns darauf festgelegt, dass Horvath unglücklicherweise den Nazigruß „Sieg Heil” benutzt hatte, zitierte die Nachrichtenagentur CTK den Vorsitzenden des Disziplinarausschusses des Verbands, Alexander Karolyi. Solche Zurschaustellungen dulden wir in unseren Stadien unter keinen Umständen. Der Ausschuss bat den Extremismusexperten Miroslav Mares um seine fachkundige Meinung.
Der Experte schloss Intoleranz und Extremismus aus, es ist jedoch höchst wahrscheinlich, dass er (Horvath) einen Teil des Nazigrußes ausführte. Er dachte wahrscheinlich, dass er die Fans, unter denen mit ziemlicher Sicherheit Extremisten zu finden sind, damit unterhalten und diese beruhigen könnte, gab Alexander Karolyi die Expertenmeinung wieder.

Horvath, dem von seinem Verein der Rücken gestärkt wurde, sagte, dass er kein Rassist sei und er nur versucht habe, die kreischenden Fans zu besänftigen. Ich habe mich dafür entschuldigt. Es tut mir leid, falls ich jemanden unabsichtlich damit verletzt habe, zitierte CTK den Mittelfeldspieler. Ich möchte nochmals betonen, dass die Ausführung dieser Geste sehr unglücklich war…und dass ich damit keinen Nazi- oder einen anderen rassistischen Gruß zum Ausdruck bringen wollte, sagte Horvath.

Der Sprecher von Sparta, Lukas Pribyl, sagte, dass der Verein das Urteil des Ausschusses anerkennt und keine Berufung dagegen einlegen wird.