Vereine feiern „Football People“ während Begegnungen auf europäischer Bühne20 Oktober 2011

Del Bosque und Platini unterstützen die Aktivitäten
Der spanische Nationaltrainer Vincente Del Bosque hat in dieser Woche seine Unterstützung für eine Reihe von Aktivitäten zugesichert, die sich zu einem der größten sozialen Projekte im Sport entwickelt haben.
Die spanische Spieler- und Trainerlegende befürwortete die Botschaften und Maßnahmen, die im Rahmen der in dieser Woche in der UEFA Champions League und Europa League ausgetragenen 41 Begegnungen verbreitet bzw. ergriffen wurden.
Die Football People Aktionswochen umfassen Aktionen von Fans, Fangruppierungen, Spielern, Vereinen, nationalen Verbänden und lokalen Behörden, um ihre gemeinsame Haltung gegen Diskriminierung zum Ausdruck zu bringen und die Diversität im Fußball auf europäischer Ebene zu feiern.
Unterstützung von höchster Stelle
Der spanische Nationalcoach Vincente Del Bosque unterstützte die Kampagne mit folgenden Worten: „Wir können Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft beurteilen. Für mich bedeutet Harmonie innerhalb einer Gruppe alles. Wir können es nicht zulassen, dass Einzelne aufgrund ihres Hintergrunds oder ihrer Herkunft ausgeschlossen werden.“
„Wir müssen die Bekämpfung dieses Problems energisch angehen. Unsere Zukunft ist davon abhängig. Ich unterstützte die FARE Aktionswochen.“
UEFA-Präsident Michel Platini unterstützt ebenfalls die Kampagne: „Ich bin stolz, Teil der ,Football People’-Kampagne zu sein, die die Bestrebung der UEFA unterstreicht, gemeinsam mit dem FARE-Netzwerk seit über 10 Jahren gegen Diskriminierung im Fußball anzukämpfen.“
„Wir haben gemeinsam mit dem FARE-Netzwerk eine der Säulen im europäischen Fußball geschaffen und werden auch weiterhin für den Respekt der Vielfältigkeit im Spiel kämpfen.“
Highlights der ersten Woche
Zu den Highlights der Aktionen während der vergangenen Woche zählen diverse Aktivitäten anlässlich zahlreicher Spitzenspiele in Österreich, England, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Polen, Schottland, in der Schweiz und in der Slowakei sowie in Spanien und Wales.
In Spanien nahmen an einer Spitzenkonferenz unter dem Titel „Gemeinsame Werte“ ranghohe Persönlichkeiten aus der spanischen Fußballwelt teil, darunter Vincente Del Bosque, die Real Madrid-Legende Fernando Hierro, der aktuelle Mittelfeldspieler der spanischen Nationalmannschaft und des spanischen Erstligisten Malaga, Santi Cazorla, der für Sevilla spielende Stürmer Frederic Kanoute sowie der Präsident des spanischen Fußballverbands Angel Villar Ilona.
In Polen, in der Slowakei, in Mazedonien, in den Niederlanden sowie in Großbritannien waren aktuelle und ehemalige Profispieler an den Aktivitäten beteiligt.
Bei vielen Aktivitäten waren die Roma beteiligt und es wurden Botschaften gegen Homophobie verbreitet.
Veranstaltungen während der zweiten Woche
Nachfolgend sind einige Highlights der zweiten Woche aufgeführt:
Frankreich: Anlässlich der Ligue 1-Begegnung zwischen Paris St. Germain und Dijon am 23. Oktober findet eine gigantische Choreografie auf den Tribünen statt. Der Anstoß wird von der Fechterin Laura Flessel durchgeführt, die sich ebenfalls für die Kampagne stark macht.
Russland: Eine vom Institut für Globalisierung und soziale Bewegungen am 23. Oktober organisierte Konferenz wird sich mit dem Problem des Rechtsradikalismus unter Fußballfans beschäftigen. An der Konferenz werden Aktivisten, Soziologen, Fußballfans und Fachleute aus dem Ausland teilnehmen.
Griechenland: Am 21. Okotober werden der FARE-Partner Black European Women's Council (Dachorganisation schwarzer Frauen in Europa), die Internationale Schule Athen und die Philippinische Schule gemeinsam mit einem bekannten Sportler einen Tag der Solidarität gegen Diskriminierung durchführen.
Deutschland: In einer gemeinsamen Aktion werden das FC Köln-Fanprojekt, die FC-Ultra-Fangruppe Coloniacs und BiBeriS einen Tag gegen Rassismus und Diskriminierung in Köln organisieren. Die diesjährigen Aktivitäten stehen unter dem Motto „Gegen Rechtsextremismus im Sport“. Die Aktionen umfassen unter anderem eine Ausstellung, ein Jugendfußballturnier, Lesungen und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus vor der Bundesligabegegnung zwischen dem FC Köln und dem FC Augsburg.
Moldawien: In Vadul-Rascov werden Dörfer aus der ländlichen Umgebung an einem Fußballspiel teilnehmen, das unter dem Motto „Kein Rassismus im Fußball in Moldawien“ steht. Die Einwohner dieser Dörfer haben ganz verschiedene kulturelle Wurzeln. Roma, Gagausier, Moldawier, Rumänen, Ukrainer und Bulgaren nehmen gemeinsam an dieser Aktion teil.
Nach Ländern gegliederte Informationen zur Aktionswochen finden Sie unter www.farenet.org.
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