Barcelona ist Gastgeber eines Treffens schwul/lesbischer Fanclubs05 Februar 2009

Die European Gay & Lesbian Sport Federation und das Netzwerk Football Against Racism in Europe halten im Februar ein Treffen schwul/lesbischer Fußballfangruppen in Barcelona ab.
Das Treffen wird in Kooperation mit dem Fanclub Penya Blaugrana de Gais i Lesbianes organisiert, bei dem schwul/lesbische Fußballfangruppen aus ganz Europa zusammenkommen, um die Probleme zu diskutieren, mit denen sie konfrontiert sind. Bei diesem Treffen, das für den Zeitraum von Freitag, dem 6. Februar bis Sonntag, den 8. Februar 2009 angesetzt ist, wird es auch eine Reihe von Gruppendiskussionen geben. Am Samstag Morgen wird darüber diskutiert, was schwul/lesbische Fußballfanclubs auf europäischer Ebene erreichen möchten, und wie sich Ideen, die in Deutschland funktioniert haben, auf das übrige Europa übertragen lassen. Am Samstag Nachmittag findet eine Diskussion über die Möglichkeiten schwul/lesbischer Fangruppen bei FARE mitzuwirken statt, vor allem in Hinblick auf große Turniere wie Welt- und Europameisterschaften.

Diskussionen
Für den Sonntag Morgen sind eine Abschlussdiskussion mit Feedback und ein Ausblick auf die Zukunftsperspektiven für schwul/lesbische Fußballfans in ganz Europa angesetzt. Im Wochenende inbegriffen ist auch eine Fahrt zum Camp Nou, wo das Spiel der spanischen Giganten Barcelona gegen Sporting Gijon miterlebt werden kann. Kurz vor dem Spiel wird eine Zeremonie abgehalten, bei der der schwul/lesbische Fanclub Penya Blaugrana de Gais i Lesbianes des FC Barcelona seine Fan-Plakette auf den Mauern des Camp Nou aufhängen wird.
Tanja Walther-Ahrens von der EGLSF hierzu:
Um das volle Potenzial des Fußballs zu erschließen, muss gegen alle Formen der Diskriminierung vorgegangen werden. Während Rassismus regelmäßig auf der Agenda steht, werden Diskriminierung und Vorfälle, die durch sexuelle Orientierung, Homophobie und Sexismus motiviert sind, weitgehend vernachlässigt.
Die EGLSF hofft, dass mit diesem Wochenende in Barcelona die ersten Schritte getan werden können, um eine Reihe von Vorschlägen und Beispielen darüber zu entwickeln, was getan werden muss, um eine Situation zu schaffen, in der Spieler/innen, Fans und alle anderen am Fußball Beteiligten keine Diskriminierung auf Grund ihrer sexuellen Orientierung mehr erleben müssen.

Macht und Einfluss
Die Macht und der Einfluss des Fußballs müssen mobilisiert werden, um ein öffentliches Bewusstsein für Probleme wie Homosexualität, Geschlechtsidentität, Homophobie und Sexismus zu schaffen. Diskriminierung passiert zuallererst dadurch, dass Homosexualität ignoriert wird. In der gesamten Welt des Sports ziehen Klubs und Verbände es mit wenigen Ausnahmen vor, Homophobie und Diskriminierung von Schwulen und Lesben auf allen Ebenen zu ignorieren, aus dem einfachen Grund, dass Homosexuelle im Sport angeblich nicht existieren. Es gibt sie aber, wie das Treffen schwul/lesbischer Fußballfanklubs aus ganz Europa zeigt. Das Treffen wird hoffentlich Ideen und Ansichten zusammenführen, sodass letztendlich das Engagement und die Unterstützung aus verschiedenen Ländern durch EGLSF and FARE zusammengeführt werden, um einen höhere Wirkung zu erzielen, als dies durch regionale oder nationale Aktivitäten möglich ist.

Das Treffen wäre der ideale Zeitpunkt für den FC Barcelona, um die Dekalration gegen Diskriminierung zu unterzeichnen, wie es bereits deutsche Vereine und Organisationen gemacht haben.

Declaration
„Fighting Discrimination in Football”:

The participants of …..event support this declaration and conclude to transfer these objectives in their clubs and organisations:

  • bringing up all forms discrimination

  • Anybody determined to fight discrimination must first acknowledge the fact that there are other forms of discrimination in football besides racism. These include discrimination of challenged persons, anti-Semitism, homophobia, islamophobia, sexism and xenophobia. He or she must also acknowledge that any form of discrimination is always directed at people involved in the football world such as fans, players, coaches, assistants, referees, etc.

  • incorporate anti-discrimination paragraphs in stadium and club statutes

  • Hostilities in football concern everybody, not just women, homosexuals or persons of different faith. For this reason, not just anti-racism, but anti-discrimination paragraphs will be incorporated in stadium and club statutes. These sections will state that nobody may be discriminated against because of their sexual orientation, skin colour, gender, challenge or faith.

  • acting on target

  • Simply introducing this paragraph will not suffice. In order to make the public aware of the new provisions, their introduction should be supplemented by PR activities such as panel discussions, flyers handed out at stadiums, and comments by players. Activities should also include educating security guards, coaches, referees, assistants and youth teams on a regular basis in order to guard against prejudice and eliminate its foundations.

  • support the diversity of football

  • Diversity in football should be presented as a matter of course, e.g. by covering women’s football on a regular basis or by reporting on the many ways in which gays and lesbians, women, ethnic minorities etc. are involved in football. By actively working together with gays and lesbians, migrants, women’s football clubs, female fan clubs, etc. we can take sides against discrimination and reduce existing prejudice step by step.

  • making discrimination public

  • Discriminatory behaviour or wearing provocative symbols will be registered and documented in order to make it available for analysis. This will be helpful for finding solutions and/or for imposing sanctions against the wrongdoer or the institution in question. Therefore every club and organisation should implement an anti-discrimination representative.