Fall Aragones wird zurzeit überprüft15 Dezember 2004

Der spanische Fußballverband hat endlich ein Disziplinarverfahren gegen Nationaltrainer Luis Aragones eingeleitet. Bereits im Oktober 2004 hat Aragones während einer Trainingseinheit rassistische Bemerkungen über Thierry Henry gegenüber Jose Antonio Reyes gemacht. Zum Leidwesen von Aragones wurden die Bemerkungen von einer TV-Crew mitgeschnitten und im Fernsehen übertragen. Aragones hat bisher rundweg geleugnet, dass seine Bemerkungen rassistischer Natur sind und hat sich bei Henry nicht entschuldigt. Zunächst hatte der spanische Verband nichts gegen Aragones unternommen.

Als Reaktion gegen die Bemerkungen trugen die englischen Nationalspieler beim Warmmachen vor dem Freundschaftsspiel gegen Spanien in Madrid T-Shirts des FARE-Partners Kick It Out. Das Spiel wurde von rassistischen Schmährufen seitens der spanischen Zuschauer begleitet, die weltweit Proteste auslösten. Da sich die internationalen Medien mit dem schwerwiegenden Problem des Rassismus im spanischen Fußball befassen, sieht sich der Verband nun zum Handeln gezwungen. Falls Aragones schuldig gesprochen wird, droht ihm eine heftige Geldbuße oder sogar der Verlust seines Amtes.