Anti-Diskriminierungs-Botschaft bei europäischen Vorzeigespielen laut und deutlich20 Oktober 2010

Diese Woche beginnt die zweite Hälfte der FARE Aktionswoche, wobei die Gruppenspiele der UEFA Champions League und der Europa League in den Mittelpunkt der Botschaft der Inklusion rücken.
Bei allen Spielen gestern Abend in einigen der größten Fußballstädte Europas – Amsterdam, Braga, London, Madrid, Marseille, Moskau, München und Rom – gab es Aktivitäten als Teil von Veranstaltungen bei den sechzehn Spielen in der UEFA Champions League diese Woche (19., 20. Oktober) und den 24 Spielen in der UEFA Europa League am Donnerstag (21. Oktober).
Die Aktivitäten umfassten öffentliche Durchsagen und Großleinwände, auf denen ein 30-sekündiger 'Nein zu Rassismus'-Spot gezeigt wurde. Auf dem Spielfeld reihten sich bei allen Spielen die 25 Maskottchen und Begleiter der Schiedsrichter auf, die Vereint gegen Rassismus-T-Shirts trugen, während die Mannschaftskapitäne blau-gelbe Unite-Armbinden trugen.
Den Fans, die in die Stadien kamen, wurden Exemplare einer Publikation zur Aktionswoche ausgehändigt. Des Weiteren wurden sie darum gebeten, zu Beginn des Spiels ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen.
Mailands Befürwortung in Madrid
In Madrid, wo die Mannschaft von Jose Mourinho, Real, auf ihre alten Rivalen aus Mailand traf, hörte man Fans sagen, dass sie die Aktivitäten befürworteten, während sie über die Beschimpfungen diskutierten, denen Samuel Eto’o, der kamerunische Stürmer, am Sonntag in Sardinien ausgesetzt war.
Und in London erhielt die Botschaft vor dem Anstoß des Spiels der Gruppe H zwischen dem FC Arsenal und Shakhtar Donetsk begeisterten Beifall.
Die Aktionswoche umfasst ca. 1500 Initiativen von Gemeinschaftsgruppen, Fans, Vereinen, Fußballvereinigungen, NROs, ethnischen Minderheiten und Jugendgruppen über den gesamten Kontinent hinweg.
Michel Platini, Präsident der UEFA, bot seine Unterstützung für die Initiative an:
Respekt für Vielfalt ist einer der wichtigsten Grundsätze der UEFA'. Bei der UEFA und im europäischen Fußball ist kein Platz für irgendeine Ausprägung von Rassismus oder Diskriminierung. Die UEFA ist fest dazu entschlossen, diese Geißel in jeglicher Form zu bekämpfen, sagte er.
Ich rufe alle dazu auf, sich sowohl auf dem als auch außerhalb des Spielfelds im Geiste des Fair Play und des Respekts für Schiedsrichter, Gegner und Fans zu verhalten.
Hintergrund der Intoleranz
Der Geschäftsführer von FARE, Piara Powar, merkte an,

die diesjährigen Aktionswochen finden vor einem Hintergrund eines erhöhten Grads an Rhetorik, sowohl seitens von Politikern der Mitte als auch der extremen Rechten statt, wodurch der Wert der Vielfalt in Frage gestellt wird und Gruppen, wie z.B. die Roma, zu Opfern gemacht werden.
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Fußball nach wie vor das Umfeld für in der Öffentlichkeit stehende, rassistische und homophobische Vorfälle darstellt.
Indem wir die gesamte europäische Fußball-Familie in einer Sache vereinen, hoffen wir, dass die FARE-Aktivitäten im Oktober ein gewisses Gegengewicht zu Hass und Intoleranz darstellen können.