Albaniens Nationaltrainer wegen homophober Sprüche verurteilt01 August 2007

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat der europäische Fußballverband UEFA einen Offiziellen wegen homophober Aussagen bestraft. Der albanische Nationaltrainer Otto Baric wurde letzte Woche von der UEFA – Disziplinarkommision wegen homophober Aussagen zu einer Geldstrafe von 3000 Schweizer Franken verurteilt.

Baric hatte im Jahre 2004, während seiner Amtszeit als kroatischer Nationaltrainer, in einem Interview mit der Tageszeitung „Jutarniy List“ gesagt, Homosexualität sei abnormal und solle von jungen Leuten nicht praktiziert werden. Er erkenne einen Schwulen sofort und wisse, dass keiner in seiner Mannschaft sei. Ich möchte auch keinen Schwulen in meinem Team haben, so Baric damals weiter.

FARE – Mitarbeiter machten die UEFA schon damals auf diese Aussagen aufmerksam. Baric konnte allerdings nicht mehr belangt werden, da er zwischenzeitlich kein Traineramt mehr bekleidete. Nachdem er im letzten Herbst den Chefposten in Albanien übernommen hatte, konnte die UEFA ihre Ermittlungen fortsetzen.

Laut UEFA-Pressesprecher William Gaillard ist das Urteil rechtskräftig und es besteht keine Einspruchsmöglichkeit.